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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Der Herzog hielt aber so gute Ordnung in seinem Gebiet,daß Galen und Sachsen in der besten Nachbarschaft mit ein-ander lebten.

Die Gesellschaft besuchte zuerst das Pfarrhaus. Es waralt, aber in gutem Stande, und lehnte sich gar lieblich aneinen kleinen Erlenwald. Vorn lag ein wohlversehener Gar-ten, von jenem Flüßchen begränzt, das von den Fenstern aus,halb sichtbar und halb von Bäumen und Gesträuch verstecktwar. Von innen war die Wohnung mit neuem säubernHausgeräth ausgestattet, welches der Herzog auf seinem eige-nen Schiff, die Caroline, -ieher gesandt hatte.

Mit welchem Gefühl ruhig heitrer Freude betrachtete But-ler dies abgeschiedene Thal, wo er seine künftigen Tage ge-ehrt und in nützlicher Thätigkeit verleben sollte- Und wieoft ward ein Blick liebevollen Einverständnisses zwischen ihmund Jeanie gewechselt, deren wohlwollendes Gesicht heutewie verklärt erschien, indem sie mit sittsam bescheidener Freudedie Wohnung beschaute, wo ihr bald als Gebieterin zu herr-schen bestimmt war. Sie durfte ihr Entzücken und ihre Ver-wunderung freier aussprechen, als die Gesellschaft das Pfarr-haus verlassen hatte, und ihres Vaters künftigen Wohnortin Augenschein nahm-

Jeanie sah mit Vergnügen, daß die Meierei nicht übereinen Büchsenschuß weit vom Pfarrhause entfernt lag. Dasgemächliche Wohnhaus, die gut eingerichteten Wirtschaftsge-bäude, der treffliche Garten gaben diesem Aufenthalt großeVorzüge vor der Hütte zu Woodend oder dem Häuschen zuSt. Leonard's- Die Aussicht war entzückend. Unten sah mandas Thal mit dem niedriger liegenden Pfarrhause, den Meer-busen mit allen seinen malerischen Inseln; im Hintergründethürmten riesenhafte Berge sich auf. Doch mehr als von