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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Butler war ein Mann von Verstand, und wußte, daßErmahnungen nur Gutes bewirken, wenn sie zu rechter Zeitangewendet werden, er ließ daher den Gegenstand fallen.

Nach geendetem Mahl schlug Knockdunder der Gesellschaftvor, sich in ein Boot zu setzen, damit Deans und Butler ihrezukünftigen Wohnörter besuchen könnten.

Der Morgen war herrlich, und die gewaltigen Schattender Berge schliefen auf dem Wasserspiegel des Meerbusens,der jetzt ruhig wie ein Landsee vor ihnen lag. Sogar Jung-fer Dutton's Angst verschwand. Die Wellen waren ja sostill; überdies hatte Archibald ihr gesagt nach dem Gottes-dienst würde cs einen Schmaus geben, und so etwas mochtesie nicht gerne versäumen. Sie fuhren in einem großen Boot,welches Duncan seine Kutsche mit Sechsen nannte, denn vonsechs handfesten Ruderern ward cs rasch über die Fluth ge-führt. Sie steuerten auf das Thürmchen der alten Kirchevon Knocktarlitie zu. Indem sie sich dem Lande näherten,schienen die Höhen vor ihnen zurückzuweichen, und ein kleinesThal, von einem Bergstrom anmuthig bewässert, lud sie inseinen friedlichen Schoos.

Inwohner verschiedener Art kamen dem Hauptmann vonKnockdunder ihre Ehrfurcht zu bezeigen, eine Huldigung, ander sie es nicht fehlen lassen durften. Einige von diesen wa-ren Männer nach David Deans Herzen, eifrige Bekenner, de-nen der vorige Herzog von Argple in diesem Winkel seinesGebiets eine Zuflucht angewiesen, weil sie durch die Theil-nahme an der mißlungenen Unternehmung seines unglücklichenVaters im Jahr i«86 gelitten hatten.

Außer diesen fand sich noch eine wildere Art von. Pfarr-kindern ein, die Bewohner des höheren Gebirges, die gälischsprachen, Waffen trugen, und in hochländischer Tracht gingen.