Sie kann ja nach London kommen, oder nach Amerika gehen,und eine gute Heirath machen, als wäre nichts geschehen." ,
„Das könnte sie freilich, Eure Durchlaucht; und es fällt mireben ein, daß mein alter Handelsfreund in Virginien, EphraimBockleder, der dem Dornbusch nun bereits vierzig Jahre langseinen ansehnlichen Bedarf an Tabak liefert, mir schon seitzehn Jahren anliegt, ihm eine Frau zu schicken. Er ist nichtviel über sechzig alt, und gesund und rüstig. Er sitzt warm,eine Zeile von meiner Hand könnte die Sache richtig machen,und Effi's Unglück wäre vergeben und vergessen."
Ohne sich in eine Beantwortung dieses Vorschlags einzulaffen,gab der Herzog nun der Frau Glas Bericht, auf welcheWeise erJeanie nach Hause zu senden gedenke. Und durch ein Lächeln und ei-nen Knicks bei jedem Wort aus scinemMunde, gab FrauGlas ihrenBeifall zu erkennen. Nachdem er noch seine Dose gefüllt, ohne ihreine Bezahlung dafür zuzumuthen, und Jeanie grüßen lassen, ginger, und ließ Frau Glas, außer sich über so viele Herablassung, alsdie stolzeste und glücklichste aller Tabakshändlerinnen zurück.
Das freundliche Benehmen Seiner Durchlaucht war von sehrgünstigem Einfluß aus Jeanie'S gegenwärtige Lage. Frau Glaswar jetzt noch zehnmal gütiger gegen sie als vorher, und bemühtesich, ihrden Aufenthalt in London, wo sie noch einige Wochen ver-weilen mußte, so angenehm als möglich zu machen.
Jeanie würde mehr Vergnügen an den Merkwürdigkeiten die-ser großen Stadt gefunden haben, hätte nicht die dem Gnadenbriefangehängte Bedingung ihr das Herz wieder schwer gemacht. EinSchreiben ihres Vaters, das sie als Antwort auf das ihrige erhielt,gab ihr jedoch einigen Trost hierüber. Mit inniger väterlicher Liebegab er ihr seinen Segen. Er betrachtete den Schritt, den sie zu<Ret-tung der Ihrigen gethan, als eine unmittelbare Eingebung'desHimmels. Wegen der Verbannung jenes unglücklichen Opfers solle