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sie sich nicht ängstigen, schrieb er ihr. So lieb ihm sein Vaterlandsei, wäre er doch entschlossen, es um Effie's willen zu verlassen, undmit den Seinigen nach Northumberland zu ziehn, wo viele Presby-terianer lebten- Er sagte ihr ferner, daß er Effie gesehen, und daßman sie in wenigen Tagen der Haft entlassen würde- Dieser Briefenthielt noch mehrere andre Nachrichten, und einige Warnungenvor den Jrrthümcrn ihres jetzigen Aufenthalts. Eine einzelneZeile darin, und oft genug ward sie von der Empfängerin gelesen,besagte, daß Rüben Butler ihm wie ein Sohn gewesen sei in sei-nem schweren Kummer- Da der alte Deans Butler's selten zu er-wähnen pflegte, ohne irgend eine spöttelnde Anspielung aufseineweltliche Gelehrsamkeit oder seines Großvaters Ketzerei mit ein-fließen zu lassen, sah Jeanie das diesmalige Abweichen vonseiner Gewohnheit als eine günstige Vorbedeutung an.
Hoffnungen der Liebenden fassen leicht Wurzel, und wachsendann schnell und mächtig empor. Jeanie's Einbildungskraft,obgleich keine der lebhaftesten, war es doch genug, sie auf einGütchen in Northumberland, wohl versehen mit Schafen undMilchkühen, zu versetzen; in dessen Nähe Rüben Butler einerGemeinde ernster Presbyterianer als Seelsorger Vorstand;Effie, der Ruhe, wenn auch nicht der Freudigkeit wieder ge-geben, — ihr Vater mit seinem grauen schlichten Haar undder Brille auf der Nase, — sie selbst mit der Matronenhaubeanstatt des jungfräulichen Haarschmucks, — sich alle im got-tesdienstlichen Hause versammelten, Worte der Andacht zuhören, mächtiger und eindringender für sie durch das Bandder Liebe, welches sie an den Verkünder dieser Worte knüpfte-Diese süßen Träume machten ihr den Aufenthalt in Londonvon Tage zu Tage unerträglicher, und mit nicht geringerFreude erhielt sie endlich eine Aufforderung von dem Herzog,sich zur Reise anzuschicken.