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gen, und man schrieb die Schuld derselben größtentheils derKönigin zu. Sie ward glühend roth, und warf einen durch-dringenden Blick zuerst auf Jeanie, und dann auf den Herzog.Beide hielten ihn ruhig aus; Jeanie weil sie keine Ahnungdavon hatte, daß sie etwas Beleidigendes gesagt, der Herzogvermöge seiner gewohnten Selbstbeherrschung. Allein im Her-zen dachte er: »Durch diese unglückliche Antwort hat dieAermste bewußtlos ihre letzte Hoffnung getödtet!"
Wohlwollend und fein trat Lady Suffolk in diesem ent-scheidenden Augenblick dazwischen: »Du solltest der gnädige»Frau die Ursachen sagen, die das Verbrechen so häufig beiEuch machen," sprach sie zu Jeanie.
„Einige meinen es sei das Kirchensitzen, — das ist, —das ist, — das ist der Sündcnschemel, mit Euer Gnaden Er-laubniß," sagte Jeanie, die Augen zu Boden geschlagen, mitgesenktem Ton und einer Verneigung.
„Was?" fragte Lady Suffolk, die vielleicht jenen Gebrauchnicht kannte, und überdies etwas harthörig war.
»Es ist der Stuhl der Buße, gnädige Frau, wegen leicht-fertigen Wandels, und weil man das sechste Gebot gebrochen."Sie wandte hier die Augen auf den Herzog, sah ihn die Handans Kinn halten, und ohne zu wissen was sie Unrechtes vor«gebracht habe, verdoppelte sie die Wirkung des Gesagten, in-dem sie plötzlich stockte und verlegen schien.
Lady Suffolk zog sich zurück wie ein fliehendes HäufchenHülfstruppen, das sich zwischen die geschlagenen Freunde undden Feind geworfen, und nun plötzlich selbst von einem uner-warteten Feuer getroffen wird.
»Der Teufel ist in dem Mädchen," dachte der Herzog, „dahaben wir den zweiten Schuß, sie tödtet ohne Unterschied zubeiden Seiten."