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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
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ken jener Beschimpfung der königlichen Gewalt, die Ihre Haupt-stadt sich erlaubte, mich ein wenig unwillig macht. Sie kön-nen sich nicht wundern, daß ich damals, als Stellvertreterin desKönigs, sie doppelt empfand, und jetzt mich deren erinnere.

Es ist wahrlich etwas, das sich nicht so bald vergessenläßt," erwiederte der Herzog.Wie ich selbst über diesen Ge-genstand denke, ist Ihrer Majestät längst dargelegt worden,und ich muß mich sehr undeutlich ausgedrückt haben, wennaus meinen Worten nicht die höchste Verabscheuung jenes selt-samen Mordes hervorging. Ich war vielleicht so unglücklichanderer Meinung zu sein, als die Rathgeber Seiner Majestät,in wie weit die Gerechtigkeit oder die Staatsklugheit es ge-statte, den Unschuldigen für den Schuldigen zu strafen. DochIhre Majestät werden mir hoffentlich erlauben da zu schwei-gen, wo meine Ansichten nicht den Vorzug genießen, mit den Mei-nungen derer, die weitsehender find als ich, übereinzustimmen."

Wir wollen einen Gegenstand nicht verfolgen, über denunsre Meinungen verschieden sein möchten," versetzte die Kö-nigin,ein Wort kann ich jedoch im Vertrauen sagen," fügtesie etwas leiser hinzu;Sie wissen unsre gute Suffolk istein wenig taub, wenn der Herzog von Argyle die Bekannt-schaft mit seinem König und seiner Königin erneuern will,wird er wohl nicht viele Gegenstände finden, in welchen Sieihm entgegen find."

Der Herzog bückte sich tief bei dieser schmeichelhaften Andeu-tung :Lassen Sie mich hoffen, allergnädigste Frau, daß ich nichtso unglücklich sein werde jetzt einen solchen gefunden zu haben."

Ich muß Euer Durchlaucht erst die Pflicht des Beichtens aus-erlesen, bevor ich Ablaß gewähre. Woher der besondre Antheil,den Sie an diesem Mädchen nehmen? Es scheint nicht," (und siebetrachteteJeanie mit dem forschenden Auge der Kennerin,)als