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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Ah!" sagte der Herzog,ich habe von der unglücklichenGeschichte gehört, dünkt mich. Wegen Kindermordes, nacheinem besonder» ParlamentSbcschluß. Es wurde kürzlich beiTische davon gesprochen."

Und ich bin vom Norden herunter gekommen, Herr, zusehn, was sür sie gethan werden könnte, ihr eine Begnadi-gung auszuwirken."

Ach! armes Mädchen, va hast Du eine lange traurigeReise ganz vergeblich gemacht. Deiner Schwester Urtheilist gesprochen."

Aber man hat mir gesagt, es gäbe ein Gesetz, nach wel-chem sie begnadigt werden kann, wenn der König cs will "

Gewiß gibt es ein solches, allein dies Gesetz ist nirgendanders als in des Königs Brust. Das Verbrechen ist dortzu häufig vorgekommen, man hält dafür, ein warnendes Bei-spiel sei nöthig. Auch haben die letzte» Unruhen zu Edin-burg der Regierung eine nachtheilige Meinung vom ganzenVolke gegeben, und man glaubt cs nur durch Strenge zü-geln zu können. Welche» Grund, als die Wärme Deinerschwesterlichen Liebe hast Du, mein armes Kind, dagegen auf-zustellen? Wer bemüht sich für Dich? Welche Freunde hastDu bei Hofe?"

Keinen, als Gott und Eure Durchlaucht," sagte Zeaniebeherzt.

Ach!" sprach der Herzog,ich möchte beinahe sagenes gäbe keine, deren Einfluß bei Königin und Staatsver-wesern geringer wäre. Es gehört zu den Unannehm-lichkeiten unscrs Standes, mein Kind, ich meine zudenen der Leute in meiner Lage, daß man ihnen eine Ge-walt zuschreibt, die sie nicht besitzen, und einen Beistand vonihnen erwartet, den sie nicht zu leisten vermögen. Doch