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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
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Unruhen weniger fühlbar für dasselbe zu machen, und er ge-noß dessen Liebe und Achtung in einem hohen Grade.

Diese Gunst eines unzufriedenen, kriegslustigen Volks er-weckte jedoch die Eifersucht der Regierung. Auch war desHerzogs freie und oft stolze Weise zu sprechen und zu handelnwenig geeignet, ihn am Hofe beliebt zu machen. Man achteteihn, und bediente sich seiner, allein er war nicht als Günst-ling angesehen. Bei Gelegenheit der Portcous-Verschwörunghatte sogar sein lebhafter Widerstand gegen die gewaltsamenund erniedrigenden Maßregeln, deren man sich zur Demüthi-gung Edinburgs bedienen wollte, ihm den besondern Unwillender Königin Caroline zugezogen. Es war seiner Beredtsam-keit gelungen jene Uebel größtenthcils abzuwenden, so daßdie Hauptstrafe nur in einer Geldbuße bestand, welche die Stadtder Wittwe des PorteouS bezahlen mußte. Und Edinburgs Be-wohner fühlten sich ihm aufs Höchste verpflichtet für diesen va-terländischen Eifer. Bei Hofe konnte man jedoch dem Herzogsein Benehmen in dieser Sache nicht so bald vergessen, under ward als ein gänzlich in Ungnade Gefallener betrachtet.

Der Herzog war allein in seinem Bücherzimmer, als einerseiner Leute ihm meldete, daß ein Landmädchen aus Schott-land ihn sprechen wolle.

Ein Landmädchen, und von Schottland!" sagte der Her-zog;was kann die Thörin nach London geführt habe»? Ver-muthlich irgend ein Liebhaber, den man zum Matrosen gepreßthat, oder ein Geldsümmchen, das in Südsce-Papieren steckt,oder sonst dergleichen wichtige Angelegenheiten. Und dann istNiemand anders dazu da als Mac Callummore. DieseVolksgunst hat ihre großen Unannehmlichkeiten. Doch laßnur unsere Landsmännin herauf kommen, Archibald. Es istunhöflich, sie so lauge warten zu lassen."