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gen und des Elends ihrer Schwester, anzuklagen. AlleinJeanie's strenge Sittlichkeit begnügte sich nicht, eine zweifel-hafte Handlung im Allgemeinen zu betrachten; sie erwog auch,in wiefern sie selbst die Befugniß zur Ausübung habe, ehe siesich frei dazu fühlte. Welches Recht hatte sie, Effie's Lebe»für das Stannton's einzutauschen, und diesen der Rettungjener zum Opfer zu bringen? Auch betrachtete sie die Ver-schwörung gegen Porteous wie eine Schottin, das heißt inkeinem allzu gehässigen Licht, und sie zitterte bei dem Gedan-ken, durch eine Entdeckung derselben als eine Verräthkrin ih-res Volks angesehen zu werden. Und doch, Effie's Leben vonNeuem zu opfern, wenn ein Wort fie retten konnte, welcheMarter für das liebende Herz einer Schwester!
Während dieser Betrachtungen Jeanie's begann ihr Führer,des Schweigens überdrüssig, einige Neigung zur Unterhaltungzu zeigen. Sehr natürlich wählte er die Familie zu Willing-hgm zum Gegenstand seines Gesprächs, und von ihm erfuhrJeanie Georg Staunton's frühere Lebensumstände, von denenwir oben das Wesentliche mitgetheilt haben.
Jeanie wurde von ihrem gesprächigen Begleiter sicher nachStamford gebracht. Hier erhielt sie einen Platz in der Land-kutsche, und erreichte London am Nachmittag des zweiten Ta-ges. Die Empfehlung des Herrn Staunton verschaffte ihreinen höflichen Empfang im Gasthof, wo sie anhielt, und durchden Freund, an den Frau Bickerton sie gewiesen, fand sie ihreMuhme, die Frau Glas, von welcher sie freundlich und gast-frei ausgenommen wurde.