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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
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sagen, daß der Bluträcher mir nachjage; und wäre ich nurgegen Unheil auf dem Wege geschützt"

Ich habe über jene verdächtigen Menschen, die Du mirbeschrieben, Erkundigungen einziehcn lassen. Sie sind nichtmehr in ihrem Schlupfwinkel angetroffen worden; doch könn-ten sie in der Nachbarschaft lauern, und ich will Dich der Ob-hut eines sichern Begleiters übergeben, der Dich nach Stam-ford bringen und Dir dort die Gelegenheit verschaffen wird,mit der Landkutsche weiter zu kommen."

Eine Kutsche ist nicht für Leute meines Standes," sagteJeane, denn sie wußte nichts von Postwagen, die damals nurin der Nähe Londons gebräuchlich waren. Herr Stauntongab ihr einige Auskunft über diese Art zu reise»; und sie drückteihre Dankbarkeit für seine Bemühungen so aufrichtig und un-befangen aus, daß er sie fragte, ob es ihr nicht auch an Geldfehle? Sie sagte indeß, sie habe noch so viel als sie bedürfe,und wirklich war sie sehr sparsam mit ihrem kleinen Vorrathumgegangcn. Ihre Antwort überzeugte Herrn Staunton, derimmer noch einigen Verdacht hegte, daß sie, wenn sie betrü-gen wolle, wenigstens nicht auf Geld ausgche- Er befragtesie dann, zu welchem Theil der Stadt sie zu gehen wünsche.

Zu meiner Muhme, der Frau Glas, einer sehr angesehe-Tabackshändlerin, die einen Laden, zum Dornbusch genannt,irgendwo in der Stadt hat."

Und ist diese Frau Deine einzige Bekannte in London,armes Mädchen? Und weißt Du wirklich keine bessere Aus-kunft zu geben, wo sie zu finden ist?"

Ich will auch den Herzog von Argyle sprechen," sagteJcanic,und wenn Sie glauben, daß es besser ist, gehe icherst zu diesem, und bitte einen von des Herzogs Leuten, mirmeiner Muhme Laden zu zeigen."