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brechens nicht vorcnthalten zu müssen. Sie erzählte ihm alsoin wenigen Worten die Geschichte von Effie's Verurtheilungund von ihrer eigenen Reise bis hieher- Er schien sie in derhöchsten Seelenangst anzuhören und fragte Jeanie endlich ge-nau nach den beiden Räubern, so wie nach allem, was sieivonder Unterredung des einen mit dem alten Weibe erlauscht hatte.
Jeanie erwähnte auch, daß die Alte gesagt, sie habe ihngestillt. „Es ist nur allzu wahr," sagte er, „und die Quelle,aus der ich die erste Nahrung sog, muß mir jenen unglückli-chen Hang zu Lastern mitgetheilt haben, die meinen Angehö-rigen stets fremd waren. — Doch weiter."
Als Jeanie ihren Bericht geendet hatte, lag Stauntoneinige Augenblicke in tiefem Nachfinnen da, endlich sagte ermit größerer Ruhe, als er bis jetzt gezeigt: „Du bist einverständiges, gutes Mädchen, Jeanie, und ich will Dir mehrvon meiner Geschichte erzählen, als ich je einem Andern da-von mitgetheilt. — Meine Geschichte nenne ich cs? — Es istein Gewebe von Thorheit, Schuld und Elend. — Höre michaufmerksam an. — Ich thue dies, um auch Dein Vertrauenzu gewinnen, das heißt von Dir zu verlangen, daß Du indieser unglücklichen Sache meiner Leitung folgen mögest."
Oft von Ermattung, oder von seiner Leidenschaft unter-brochen, theilte er ihr jetzt die nähern Umstände seines unse-ligen Lebens mit, zum Theil aus einem Heft, wo er sie viel-leicht für seine Verwandten niedergeschrieben, ihnen nach sei-nem Tode zur Nachricht zu dienen. Wir vereinigen hier, waser in diesem Augenblick selbst von sich aussagte, mit dem, wasJeanie später von der Geschichte seiner ersten Jugend erfuhr.
Georg Staunton's Vater, der sich früher dem Militair-stande gewidmet Hatte, war als Offizier in Westindien gewe-sen, wo er die Tochter eines reichen Pflanzers geheirathet.