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zu regen vermag. — Hier lieg' ich, wenn ich in Edinburg seinsollte, ein Leben zu retten, welches mir thcurer ist, als meineigenes. — Wie ist es mit Eurer Schwester? — Sprecht! —Man hat sie zum Tode verurtheilt, ich weiß es! O, daß meinPferd, welches mich sicher zu tausend Vergehungen und Thor-heiten trug, beim einzigen löblichen Wege, den ich seit Jah-ren unternahm, mit mir stürzen mußte! — Sagt mir ohneZeitverlust, was Ihr in diesem Lande wollt? Obgleich ichEurer Schwester ärgster Feind gewesen bin, will ich ihr dochmit Aufopferung meines Lebens beistchen, und Euch um Ihret-willen. Sprecht denn ohne Furcht."
„Ich fürchte mich nicht, Herr," sagte Jeanie mit Ruhe;„ich vertraue auf Gott, möge es Ihm nur gefallen, daß meineSchwester befreit werde, ich verlange nichts mehr, sei auchdas Werkzeug welches cs wolle. Aber, Herr, ich darf EurenRath nicht benutzen, wenn er nicht mit der Lehre überein-stimmt, die mir zur Richtschnur dient."
„Der Teufel hole die Frömmlcrin!" rief Georg Staun-ton, denn so müssen wir ihn jetzt nennen. — „Verzeiht, dochich bin von Natur ungeduldig, und Ihr macht mich rasend.Was für Nachtheil kann es Euch bringen, mich von der LageEurer Schwester und Euren Hoffnungen für sie zu unterrich-ten? Es ist Zeit genug, meinen Rath zurückzuwcisen, wennich etwas Unpassendes vorschlage. Ich spreche jetzt ruhig zuEuch, obgleich dies gegen meine Gemüthsart ist. Allein treibtmich nicht zur Ungeduld — es würde mich nur unfähig ma-chen, etwas für Esfie zu thun."
Es lag in den Blicken und Worten des jungen Manneseine gewaltsam unterdrückte Heftigkeit, deren nach innen ge-kehrte Glut an sich selbst zu zehren schien. Nach einiger Ueber-legung glaubte Jeanie, ihm die traurigen Folgen seines Ver-