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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Der rohe Haufe, in seiner Hoffnung getäuscht, hier einenderben Spaß zu finden, hatte sich indessen zerstreut; und mitihrer gewohnten Ruhe folgte Jeanie dem mürrischen, dochnicht bösartigen Führer zum Pfarrhause.

Der Wohnsitz des Pfarrers von Willingham war großund bequem eingerichtet, denn die Pfründe konnte zu denbesten gezählt werden, und das Recht sie zu vergeben, wareiner begüterten Familie der Nachbarschaft eigen, in derman gewöhnlich einen Sohn oder Neffen dem geistlichenStande widmete, um ihm bei Gelegenheit diese gute Versor-gung zuzuwenden. Das Pfarrhaus war deshalb von denBesitzern von Willingham-Hall stets als Zubehör ihres Schlos-ses betrachtet worden, und man hatte Sorge getragen, csauf geziemende und seiner angesehenen Bewohner würdigeWeise einzurichten.

Es lag in geringer Entfernung von dem Dorfe, auf einersanft sich erhebenden Anhöhe, welche mit eingehegten Feldernbedeckt, zwischen denen Reihen alter Eichen und Ulmen hin-liefcn, dem Auge eine erfreuliche Mannigfaltigkeit bot-

Jeanie und ihr Begleiter näherten sich jetzt dem Hause.Ein Gitterthor gewährte ihnen den Einlaß zu einem grünenVorplatz, von Buchen und Nußbäumen beschattet. Das Ge-bäude hatte etwas Unregelmäßiges. Ein Theil desselben ver-dankte seine Entstehung früheren Jahrhunderten. SpätereBesitzer hatten hinzugebaut, ein jeder nach dem Geschmackseiner Zeit, ohne sonderliche Rücksicht auf das Vorhandene.Doch beleidigte diese Verschiedenartigkeit das Auge nicht, sietrug vielmehr dazu bei, dem Ganzen einen höchst malerischenAnblick zu geben.

Jeanie'ö Begleiter ging an der Hauptpforte vorüber und

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