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klopfte an eine Nebcnthür, die zur Gcsindewohnung führte.Ein Bedienter in dunkel purpurfarbiger Livree öffnete.
„Wie gcht's, Thomas?" redete der Büttel ihn an. „Wieist's mit dem jungen Herrn Staunton?"
„Ei, schlecht genug, schlecht genug, Herr Stumps. — WolltIhr Seiner Ehrwürdcn sprechen?"
„Ja, ja, Thomas; sagt nur, ich hätte das Mädchen ge-bracht, die heute mit der tollen Magda Murdockson in derKirche war."
Thomas beehrte Jeanic Deans mit einem neugierigen An-starren, nach der unverschämten Weise wohlgenährter Dienerder Reichen gegen Arme und Geringe. Dann wieß er denBüttel und seine Gefangene in ein Bedicntenzimmer, wo siewarten sollten, bis er dem Herrn ihre Ankunft gemeldet. Erbewirthete hier den Büttel mit dem ansehnlichen Ueberbleibseleines Schinkens und einer Kanne Ale. Und er nahm freund-schaftlich Theil an diesem Frühstück, in Rücksicht darauf, daßdie Mahlzeit bis zur Beendigung des Nachmittagsgottes-dienstes hinansgeschobcn war. Jeanie wurde ebenfalls zu demMahle eingeladen. Wie sehr sie aber auch der Erquickungbedurfte, denn sie hatte an dem Tage noch keine Speise zusich genommen, so ließ doch weder die Unruhe ihres Herzens,noch ihr Zartgefühl es zu, jetzt und unter diesen Umständenzu essen. Sie setzte sich still in eine Ecke, während jene bei-den es sich wohl schmecken ließen. Eine halbe Stunde ver-ging, und sie hatten noch nicht geendet, als Sr. Ehrwürdenklingelte, und Thomas sich genöthigt sah, nach den Befehlenseines Herrn zu fragen. Zugleich meldete er ihm die Ankunftdes Büttels mit der andern Tollen, wie er Jeanie nannte,als etwas eben Geschehenes. Er kehrte bald mit der Wei-