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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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von. Und hinter ihr drein lief das ganze schadenfrohe Völk-chen der Dorfkinder, von denen einige schrieen:Magda,weißt Du Deinen Namen noch?" andre sie beim Rock zupf-ten, und alle, nach ihrem besten Wissen und Vermögen, ihrdiesen oder jenen Streich zu spielen suchten, um sie zur äus-sersten Wuth zu treiben.

Ihre Entfernung war höchst erfreulich für Jeanie, so sehrsie auch wünschte, den wichtigen Dienst vergelten zu können,den Magda ihr geleistet.

Als diese fort war, wandte sie sich an den Büttel, ihn zufragen, ob ein Haus im Dorfe sei, wo sie für ihr Geld Auf-nahme und Bewirthung finde, und ob es ihr wohl vergönntsei, mit dem Geistlichen zu sprechen.

Nun, nun, wir wollen schon für Dich sorgen, wie fich'Sgebührt, Mädchen," erwiederte er,und wenn Du dem HerrnPfarrer nicht gehörig Rede stehen kannst, wollen wir DirDein Geld ersparen, und Dich auf Kosten des Kirchspielsunter Dach und Fach bringen."

Wo soll ich denn hin?" fragte Jeanie ängstlich.

Für's Erste zu Sr. Ehrwürden, ihm Rechenschaft vonDir zu geben, und zu hören, ob Du auch nicht dem Kirch-spiel zur Last fallen wirst."

Ich mag keinem zur Last fallen," sagte Jeanie,ich habegenug für meine Bedürfnisse und wünsche nur meine Reisemit Sicherheit fortzusetzen."

Nun, dann ist's eine andere Sache; und wenn's wahrist freilich so verkehrt siehst Du nicht aus wie Deine Spieß-gesellin, man könnte Dich für ein ganz vernünftig Mädchenhalten, wenn Dir die Haare nicht so um den Kopf flögen.Nun komm nur mit, der Pfarrer ist ein guter Mann."