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ist doch ein Spaß und ein Bischen frische Luft — Du möch-test aber wohl gern etwas frühstücken, und Dich dann wiederhinlegen? — Ich habe auch oft zu nichts anderm Lust, alsden lieben langen Tag mit dem Kopf in der Hand zu sitzen,und kein Wort zu reden, und ein andermal kann ich wiedernicht einen Augenblick ruhen. Die Leute meinen, dann wäreich am schlimmsten, aber ich bin immer noch pfiffig genug, Dubrauchst Dich nicht zu fürchten, komm nur mit."
Wenn Magda Wildseuer, anstatt eine halbe, dämmernde,vom leisesten Antrieb bin- und herwogende Vernunft zu besitzen,selbst eine rasend Tolle gewesen wäre, Jeanie hätte kaum An-stand genommen, dieser furchtbaren Gefangenschaft mit ihr zuentfliehen. Sie versicherte eifrig, daß sie weder der Speise nochfernerer Ruhe bedürfe; und in ihrem Herzen hoffend, sie be-gehe keine Sünde dadurch, schmeichelte sie der wahnsinnigenNeigung ihrer Hüterin, in den Wäldern umher zu streifen.
„Es ist nicht allein deshalb," sagte die arme Magda; „aberich glaube, es ist besser für Dich, wenn Du dem Volk hierein wenig aus vem Wege gehst. Sie find so schlecht geradenicht, aber sie haben doch ihre wunderliche Art, und ich denkeoft, cs ist mit mir und meiner Mutter niemals recht gutgewesen, seit wir uns zu solcher Gesellschaft halten."
Mit der Hast und Freuee, der Furcht und Hoffnung einerdem Kerker enteilenden Gefangenen ergriff Jeanie ihr Reise-bündelchen, und folgte Magda hinaus in's Freie. Acngstlichsah sie sich um nach menschlichen Wohnungen; keine war zuentdecken. Der Boden war zum Theil angebaut, zum Theillag er wild, an einigen Orten mit niedrigem Buschwerk odermit Wiesengrunde bedeckt, an andern voll tiefer Moräste.
Jeanie's eifriges Trachten war jetzt die Heerstraße zu ge-winnen.' Dort hoffte sie irgend Jemand anzutreffen,'der ihr Schutz