nes. — Und nun geben Sie mir das Papier für Mac Cal-lummore, und bitten Sie Gott, daß er meinen Weg segne."
Butler sah, daß Jeanie's Entschluß unabänderlich sei; erstandauf, ihr die verlangte Schrift zu holen; ste war nebst der Mu-sterrolle, die sie umhüllte, das einzige Erbstück von seinem Groß-vater, Stephan Butler. Während er darnach suchte, nahmJea-nie seine Bibel- „Ich habe einen Spruch mit dem Bleistift be-zeichnet," sagte sie dann, „den wir beide beherzigen sollten. —Und, Rüben, schreiben Sie meinem Vater stilles dies, denn ichhabe mich nie darauf verstanden, lange Briefe zu schreiben, undwie sollte ich cs gar in diesem Augenblick. Ihrer Sorge ver-traue ich meinen Vater an, und ich hoffe, man wird Ihnen balderlauben, ihn zu besuchen. Und Rüben, wenn Sie zu ihm kom-men, richten Sie sich ganz nach des alten Mannes Weise umJeanie's Willen; und vermeiden Sie die lateinischen und eng-lischen Redensarten, denn er ist von der alten Welt und ärgertsich darüber, wenn er auch vielleicht Unrecht haben mag- Schwei-gen Sie lieber, und bringen ihn nur dazu, selber recht viel zusprechen, denn das gibt ihm mehr Trost. Und, o Rüben, das armeMädchen im Kerker dort — aber ich brauche Ihr gütiges Herznicht erst darum zu bitten — geben Sie ihr allen Trost, den Siehaben, sagen Sie ihr — doch ich darf nicht mehr davon sprechen,ich muß nicht mit der Thräne im Auge Abschied nehmen, denndas wäre ein böses Vorzeichen. — Gott segne Sie, Rüben!"
Hastig verließ sic das Zimmer und auf ihren Zügen weiltenoch das schmerzlich liebevolle Lächeln, welches sie erzwungen,um ButlcrS Gemüth zu beruhigen.
Es schien als ob die Kraft zum Sprechen und Denken von ihmgewichen sei, als Jcanie!nun wieder verschwunden war, gleicheiner vorübereilenden Erscheinung. Sattelbaum, der bald dar-auf cintrat, überschüttete ihn mit Fragen und Erörterungen,