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sagen, mein Anliegen beträfe Leben und Tod, und dann wer-den sie mich gewiß zu dem König und der Königin hineinlaffen."
Butler schüttelte den Kopf- »O, Jeanie, dies ist ein eitlerWahn. Sie können nie zu ihnen dringen, als durch die Für-sprache irgend eines vornehmen Herrn, und selbst dann ist eskaum möglich."
„Und vielleicht kann ich diese Fürsprache durch Sie erlan-gen, Butler."
„Durch mich, Jeanie? Gewiß, Sie träumen."
„Ganz und gar nicht, Rüben. Sagten Sie mir nicht, IhrGroßvater habe vor Zeiten einem der Vorfahren Mac Cal-lummore's einen wichtigen Dienst geleistet?"
„Es ist wahr," sagte Butler lebhaft; „und ich kann die Be-weise dafür beibringen. — Ich will an den Herzog von Argpleschreiben. Das Gerücht sagt, er sei eben so mild und wohlwol-lend, als er sich bereits tapfer und patriotisch bewiesen. — Ich willihn anflehen, dies grausame Schicksal von Ihrer Schwesterabzuwenden. Es ist nur geringe Hoffnung vorhanden, daßes gelingen wird; doch ich will alle Mittel anwenden."
„Wir müssenalle Mittel anwenden." vcrsetztesJeanie; „aberdas Schreiben genügt nicht — ein Brief kann nicht anblicken, bit-ten und flehen wie eine menschliche Stimme zu einem menschli-chen Herzen. Ein Brief gleicht der geschriebenen Melodie einesLiedes, nichts als todte schwarze Striche anstatt des lebendigenTones. Ein gesprochenes Wort muß helfen, sonst nichts."
„Sie haben Recht," sagte Butler sich ermannend, „und ichhoffe, daß der Himmel ihrem gütigen Herzen und ihrer festen Seeledas Mittel eingegeben, welches allein diese Unglückliche rettenkann. Aber Jeanie, Sie muffen eine so gefahrvolle Reise nichtallein unternehmen. Ich habe Thcil an Ihnen, und werde nichtzugeben, daß meine Jeanie sich wegwirft. Sie muffen mir so-
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