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Nit diesem unerfreulichen Versprechen befreite er sie fürden Augenblick von seiner lästigen Gegenwart.
Jeanie zögerte nicht, die gegebene Frist zu benutzen. „Rü-ben," begann sie sogleich, „ich habe eine weite Reise vor mir.— Ich »ehe nach London, den König und die Königin umEsfie's Leben zu bitten."
„Jeanie!" rief Butler im höchsten Erstaunen; „Sie sindnicht bei sich selbst! Sie nach London gehen? Sie mit demKönig und der Königin sprechen?"
„Und warum nicht, Rüben?" crwicderte Jeanie mit derihr eigenen einfachen Ruhe; „sie sind ja auch nur sterblicheMenschen. Und ihre Herzen müssen von Fleisch und Blutsein, wie andre — ja wären sie selbst von Stein, Esfie'sGeschichte würde sie erweichen."
„Aber ihre Pracht, Jeanie, ihr Gefolge, die Schwierigkeitvorgelaffen zu werden?"
„Ich habe wohl an alles das gedacht, Roben, aber es sollmich nicht muthloS machen. Gewiß werden sie glänzend aussehenin ihren herrlichen Kleidern, mit ihren Kronen auf dem Haupt undihren Sceptern in Händen, gleich dem großen König Ahasveros,als er auf seinem königlichen Stuhl saß, vor der Thür seines Hau-ses, wie die Schrift es uns lehrt- Aber ich trage das in mir, wasmein Herz hoch halten wird, und ich bin beinahe gewiß, daßich stark genug sein werde, um meiner Schwester Leben zu bitten."
„Ach! die Könige sitzen heut zu Tage nicht vor den Thürenihrer Hauser um Recht zu sprechen, wie in jenen alten Zei-ten- ES geschieht Alles vermittelst ihrer Diener."
„Nun freilich, es heißt, großer Herren Diener sind immertrotziger als sie selbst. Allein ich werde anständig gekleideterscheinen und ihnen einiges Geld anbieten, als käme ich dasSchloß zu sehen- Und wenn sie sich weigern, will ich ihnen