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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
Seite
112
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zu Libberton hatte, und Butler's Gesellschaft liebte, so schluger den Weg nach dem Dorfe ein.

Seine Gegenwart, so lästig für Butler in diesem Augen-blick, wurde ihm wo möglich noch peinlicher durch die Wahldes Gegenstandes seiner weitschweifigen Reden. Effie Dcan'sUrthcil, und die Wahrscheinlichkeit ihrer Hinrichtung, dieswar es, worüber er sich sehr pomphaft ausließ. Jedes Worttönte wie Eulenruf oder wie das Geläut der Todtenglocke inButler's Ohr.

Jeanie blieb vor der Thür stehen, als Sattelbaums lauteBeredsamkeit ihr von innen cntgegenschallte. Ungeduldig we-gen dieser Verzögerung, wollte sie doch nicht hincingehen, ehedieser überlästige Plauderer sich empfohlen.

Die Magd des Hauses, die mit ihrem Waffereimer vomBrunnen zurüekkehrte, machte ihrer und Butler's Noth einEnde. Sie fragte Jeanie, wen sie zu sprechen verlange.Und auf ihre Antwort öffnete ffe Butler's Zimmer und riefhinein:Herr Butler, hier fragt Jemand nach Ihnen."

Wie groß war Butler's Erstaunen, als Jeanie, sie, diesich nur selten über eine halbe Meile von Hause entfernte,auf diese Anmeldung in sein Zimmer trat.

Guter Gott!" rief er und sprang von seinem Sitz auf, wäh-rend Bcsorgniß und Uebcrraschung seiner bleichen Wange eineschnell verfliegende Farbe verlieh; ist ein neues Unglück geschehen ?"

Keins, Herr Butler, als das, wovon Sie schon gehört ha-ben werden. Aber ach, Sic selber sehen ja so übel auS!"

Nein, o nein, mir ist wohl, sehr wohl," sagte Butlereifrig,wenn ich etwas für Sie, Jeanie, oder Ihren Vaterthun kann."

Ja freilich," sagte Sattelbaum,man kann auch jetzt dieFamilie so ansehen, als bestände sie nur aus den Beiden Effie,