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Zauberbeistand wäre hier wahrlich an der Stelle gewesen, sowenig erwünscht er auch der furchtsamen Magd zu kommen schien.
Jeanie folgte ihr in den Hof, um sie zu beruhigen; dochschon war auf das Geschrei Frau Hanna Balchristie herbeige-eilt — die Herzensfreundin des vorigen Lord, wie böse Zun-gen behaupten wollten, und die Haushälterin des jetzigen. Dieansehnliche, wohlgenährte Frau zwischen vierzig und fünfzig,wie wir sie beim Tode des letzten Herrn kennen gelernt, warnun zu einer fetten zinnobcrfarbigen Alten von etwa siebzigJahren geworden. Eifersüchtig auf ihr Amt und ihr Ansehenim Hause, und sich dennoch bewußt, daß sie vas letztere nichtmehr mit solcher Sicherheit besitze wie früher, hatte sie wohl-bedächtig ihre Nichte, die erwähnte Schreierin, eingeführt, dienebst kräftigen Lungen ein hübsches Gesicht und klare Augenbesaß. Sie machte aber dessenungeachtet keine Eroberung andem Lord. Er that, als ob außer Jeanie Deans kein Weibin der Welt sei, und auch für sie schienen seine Gefühle nichtdie glühendsten. Frau Hanne hatte aber doch ihre eigenenunruhigen Gedanken über seine täglichen Besuche zu St- Leo-nard's, und oft wenn der Lord sie nachdenklich mit seinem ge-wöhnlichen einleitenden Schweigen ansah, erwartete sie zuhören: „Hanne, ich will heirathen " Aber zu ihrem Trostsagte er nur: „Hanne, ich will andere Schuhe anziehen."
Dessenungeachtet hegte Frau Balchristie nicht geringenGroll gegen Jeanie DeanS, wie ihr denn überhaupt jedesjunge und leidlich hübsche weibliche Wesen verhaßt war, wel-ches sich dem stummendeichschen Hause oder dem Eigenthümerdesselben nähern wollte. Da sie nun überdies ihre sterblicheMasse zwei Stunden früher als gewöhnlich aus dem Betteerhoben hatte, um ihrer schreienden Nichte zu Hülfe zu kom-men, war sie so außerordentlich übler Laune, daß Sattelbaum