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vorhabe, und trug ihr die Sorge für die Haushaltung wäh-rend ihrer Abwesenheit auf. Mit bewundernswürdiger Fas-sung schrieb sie ihr genau bis auf das Kleinste vor, was siezu thun habe, besonders das zur Pflege ihres Vaters Erfor-derliche. Vermuthlich werde er bald nach St. Leonards zu-rückkommen, sagte sie, und es müsse Alles in gehöriger Ord-nung für ihn sein. Er habe so schon Kummer und Herzeleid ge-nug, ohne daß man ihn noch mit solchen Dingen zu ärgern brauche.
Und mit emsiger Geschäftigkeit arbeitete sie mit MarieHettlp, um alle nöthigcn Einrichtungen zu treffen. Erst tiefin der Nacht wurden sie damit fertig. Nachdem Jeanie einigeSpeise zu sich genommen, die erste, welche sie heute genoß,fragte die Alte, ob sie nicht bei ihr bleiben solle. »Ihr habtheute einen traurigen Tag gehabt," sagte sie, »und Furchtund Sorge sind schlechte Gesellschafter."
„Freilich sind sie das," erwiederte Jeanie; „aber ich mußihre Gegenwart ertragen lernen; und es ist besser hier imHause damit anzufangen, als draußen im freien Felde."
Demzufolge entließ sie Marie Hettlp und machte noch ei-nige Vorbereitungen zu ihrer Reise. Ihre einfache Erziehungund Lebensweise machten diese Zurüstungcn sehr kurz undleicht. Ihr großes schottisches Tuch diente ihr statt des Man-tels und Schleiers; ein Bündelchen enthielt das not-wendigsteLeinenzeug. Auch ihre säubern Schuhe und schneeweißen Zwirn-strümpfe packte sie mit ein, um sie bei befondern feierlichenVeranlassungen zu gebrauchen; denn barfuß, nach ihrer länd-lichen Sitte, gedachte sie ihre Pilgerschaft zu vollbringen. Siewußte nicht, daß die englische Behaglichkeit mit dem Barfuß-gehcn den Begriff des äußersten Elendes verbindet.
Aus einem Cichcnschrank, in welchem ihr Vater nebst seinenRechnungsbüchern verschiedene alte Bücher und Schriften auf-