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an, auf der Grenze oder mitten im Lande, ehe Du nach Lon-don kommst. Aber auch der Aergste darunter thut keinem Be-kannten von Vater Rat etwas zu Leide. Sie wissen, daß ichihnen noch zu Gutem oder Bösem verhelfen kann, obgleich ichmein öffentliches Gewerbe aufgegeben, und sie kennen meinenPaß so gut wie das Siegel irgend eines Friedensrichters imLande " — Er kritzelte hastig einige Zeilen auf ein beschmutztesStück Papier, hielt es ihr hin und sagte, als sie davor zurücklrat:„Nun, zum Teufel, cs wird Euch ja nicht beißen, Liebchen. Wennes auch nicht hilft, so schadet cs doch nicht- Zeigt es nur vor, wennIhr mit den Dienern des heiligen Niklas Händel bekommt."
„Ach!" sagte sie, „ich verstehe nicht, was Ihr meint."
„Ich meine, wenn Euch Diebe begegnen, meine Kostbare —das ist ein Wort aus der Bibel, wenn es doch noihwendigeins sein muß — auch der Verwegenste unter ihnen kennt denStrich meines Gänsekiels. Und nun lebt wohl, und haltet Euchan Argyle; wenn irgend Einer etwas thun kann, so ist er es."
Nach einem ängstlichen Blick auf die schwärzlichen Mauernund vergitterten Fenster des alterthümlichen Kerkers, und ei-nem minder schmerzlichen auf das gastfreundliche HauS derFrau Sattelbaum, ließ Jcanie diese Straße, und bald auchdie Stadt selbst hinter sich. Sie erreichte die St. Leonards-Felsen, ohne Jemand zu begegnen, den sie kannte, und diesschien ihr bei ihrem gegenwärtigen Gemüthszustande eine großeWohlthat- „Ich muß Alles vermeiden," dachte sic, „was meinHerz erweichen kann. Es ist ohnedies weich und schwach genugfür das, was ich zu thun habe. Ich will so standhaft denken undhandeln, als möglich, und so wenig als möglich sprechen."
Eine alte Dienerin, oder vielmehr Schutzbefohlene ihres Va-ters lebte in einem niedrigen Hüttchen nahe bei DeanS Hause.Sie berief diese treue Alte zu sich, sagte ihr, daß sie eine Reise