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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Ach, Jeanie, Du lerntest immer nur Gutes von ihnen,mit denen Du umgingst; aber ich ich" sie rang dieHände und weinte schmerzlich.

Denke jetzt nicht daran," sagte Jeanie;laß das, bis wirdiese Zeit erst hinter uns haben. Lebe wohl- Wenn ichnicht unterwegs sterbe, will ich des Königs Antlitz sehen, derGnade verleihen kann. O Herr," sagte sie zu Ratcliffe,seid gütig gegen sie. Sie wußte nie bis jetzt, was es heiße,eines Fremden Güte zu bedürfen. Lebt wohl. Lebe wohl,Effie. Sprich nicht zu mir, ich darf jetzt nicht weinen, mirschwindelt der Kopf nur schon allzusehr."

Sie riß sich aus den Armen ihrer Schwester, und verließdas Gemach. Ratcliffe ging ihr nach und winkte ihr, ihm inein kleines nahgelegenes Zimmer zu folgen.

Es ist mir ordentlich, als könntet Ihr mit Eurem Eikerdas Ding durcbsetzen," sagte er jetzt zu ihr;aber Ihr müßtnicht geradezu an den König gehen. Wendet Euch an denHerzog - an Mac Callummore er ist Schottlands Freund.Das hohe Volk dort kann ihn freilich nicht sonderlich leiden;aber sie fürchten ihn, und das ist ebenso gut für Euch. WißtIhr Niemanden, der Euch einen Brief an ihn mitgeben kann?"

Der Herzog von Argyle?" sagte Jeanie sich besinnend;wie war er denn mit jenem Argple verwandt, der zu mei-nes Vaters Zeiten litt, während der Verfolgung?"

Er ist sein Sohn oder Enkel, glaube ich. Aber washilft das?"

Gott sei Dank!" rief Jeanie, indem sie fromm die Händefaltete.

Ihr Leute habt immer Gott für etwas zu danken," sagteder Schelm.Aber höre einmal, Mädchen, ich will Dir einGeheimniß anvertrauen. Dn triffst vielleicht wilde Gesellen