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Gericht: „Gefällt es Ihnen, jetzt fortzufahren, meine Herren?Der schwerste Tag muß ja auch einmal zu Ende gehen."
Der Lord Oberrichter, der tiefen Antheil an jenen erschüt-ternden Vorgängen genommen, erstaunte, sich von der Be-klagten an seine Pflicht erinnert zu sehen. Er faßte sich undfragte Esfie's Sachwalt, ob er noch andere Beweise beizu-bringen habe. Muthlos verneinte es derselbe- Die Sachwal-ter dieser und jener Seite wandten sich jetzt wechselsweisc andie zur Entscheidung gewählten Geschwornen, und setzten ihnenihre Gründe und Gegengründe weitläuftig auseinander. Wäh-rend dieser langen und gelehrten Reden schlief Sattelbaum fest ein.
Nach Beendigung derselben sprach der Lord Oberrichternoch einige ernste Worte über die Pflicht der Richter und Ge-schwornen, den bestehenden Gesetzen gemäß zu verfahren- Erwolle jedoch nicht das Urtheil der Geschwornen dadurch zubestimmen suchen, fügte er hinzu. Wenn ihr Eid und ihrePflicht ihnen erlaubten, einen günstigen Ausspruch zu thun,so würde er sich gewiß so sehr darüber freuen, wie nur irgendEiner in der Versammlung; denn nie sei ihm die Pflicht sei-nes Amtes schwerer geworden, als am heutigen Tage, undgern sähe er sich der noch peinlichern überhoben, die ihm sonstbevorstände.
Als er geendet hatte, verbeugten sich die Geschwornen,und gingen unter Vortritt eines GerichtSbotcn in das zuihrer Berathung bestimmte Zimmer.