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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
Entstehung
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einander. Sie nahmen die eine Seite eines langen Tisches unterder etwas erhöhten Richtcrbankcin- Auf der andern saßen die Ver-theidiger, welche das Gericht den Angeklagten nicht nur erlaubt,sondern auch selbst zuordnct. Novit, Stummendcich's Anwalt,zeigte sich hier außerordentlich geschäftig.

»Wo wird sie sitzen?" fragte Deans leise und zitternd denLord, als sie in den Saal traten-

Stummendeich flüsterte mit Novit; dieser deutete auf eineleere Bank vor den Schranken, den Richtern gegenüber, undwar im Begriff Deans dorthin zu führen-

Nein," sagte der Greis,ich kann nicht bei ihr sitzen, ichkann sie nicht als mein erkennen wenigstens noch jetztnicht. Sie soll mich nicht sehen, und ich will meine Augenvon ihr abwenden es ist besser für beide "

Sattelbaum, wegen seines wiederholten Einmischens vonden Sachwaltern einige Mal derb abgcwiesen, sah hier mitVergnügen eine Gelegenheit, den Wichtigen zu spielen. Ge-räuschvoll schritt er auf den armen alten Mann zu, und durchseinen Einfluß bei irgend einem Thürsteher oder Gerichtsfrohnverschaffte er ihm einen Sitz, wo ein hervorspringender Pfei-ler ihn den Augen der Versammlung entzog.

Es ist gut, Freunde hier zu haben," sagte er,wenig Anderehätten Ihnen zu einem solchen Platz verholten- Die Lordswerden gleich kommen, und die Verhandlung instanter beginnen. Aber, um des Himmels Willen, was soll das heißen? Jeanieist ja als Zeugin vorgeladen. Frohn, das Mädchen ist eineZeugin, sie muß entfernt werden. Herr Novit, muß JeanieDeans nicht untcrdeß abgesondert bleiben?"

Novit bejahte es-

Ist dies not-wendig?" fragte Jeanie den Sachwalt, in-dem sie ihres Vaters Hand fest in der ihrigen hielt.

Kerker von Edinburg. II. 5