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„Freilich," antwortete Sattcibaum, „cs ist von der unum-gänglichsten Nothwendigkeit."
„Es ist in der That erforderlich," sagte Novit. Und Jeanieließ sich, obwohl ungern, in das zur Absonderung der Zeugenbestimmte Zimmer fuhren.
Sattelbaum war noch in einer weitläuftigen Rede über denZweck und die Wichtigkeit dieser Maßregel begriffen, als einGeräusch an der Thür die Ankunft des Lord Oberrichters undseiner vier Beisitzer verkündete. In ihren langen weißverbräm-ten Scharlachmänteln erschienen sie mit den üblichen Feierlich-keiten. Ihnen voran ging ein Gerichtsfrohn mit dem Stabe.Mit gemessenen Schritten gingen sie zu ihren Sitzen auf derRichterbank.
Alles war ehrerbietig aufgestanden, sie zu begrüßen. Kaumwar die durch ihren Eintritt entstandene Bewegung vorüber,als ein gewaltiger Tumult und ein Hereindrängen zu denThüren des Saales und der Gallerien auf die Erscheinungder Gefangenen schließen ließ. Mit entflammten Gesichternund heruntergerissenen Kleidern stürzte der rohe Haufe wogendherein, und die angestrengten Bemühungen der Wachen, dieden Mittelpunkt dieser Menschcnflath bildeten, vermochten kaumder Gefangenen einen Weg hindurch zu bahnen. Dem Anse-hen einiger Oberdeamten gelang es endlich, die Ordnung wie-der herzustellen. Und zwischen zwei Wachen mit gezogenenSäbeln nahm die Angeklagte ihren Platz vor den Schrankenein, wo sie das Urtheil über Leben oder Tod empfangen sollte.