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thun kann. Mir erlaubt cs mein Gewissen nicht, mich mitGerichtshöfen jetziger Art einzulaffen."
„Das heißt, Sie erkennen ihre Befugniß nicht an?" sagteMittelburg.
Diese Wendung des Gesprächs führte Deans auf einen Ge-genstand, über den er stets etwas weitschweifig war. Mittel-burg hörte ihn eine Zeitlang an, machte hier und da einigeEinwendungen, und fand es endlich gerathen, den Strom sei-ner Rede mitten im Lauf zu unterbrechen.
„Was Sie da sagen, ist vortrefflich; doch ich habe jetzt wenigZeit es anzuhören. Das Wesentliche von der Sache ist Folgendes:ich habe den Befehl zur Vorladung Ihrer ältesten Tochter gegeben.Wenn fie am bestimmten Tage erscheint und Zeugniß für ihreSchwester ablcgt, ist diese wahrscheinlich gerettet. Wenn Sic ausübertriebenen Bedenklichkeiten fie verhindern, vor den gesetzlichenRichtern des Landes zu erscheinen, und ihre schwesterliche Pflichtzu erfüllen, so find Sie, der jener Unglücklichen das Lebengegeben, Schuld an ihrem frühzeitigen, schmachvollen Tode."
Nach diesen Worten wandte sich Mittelburg um, zu gehen.
„Bleiben Sie noch, bleiben Sie noch, Herr Mittelburg," riefDeanS in großer Seelenangst. Doch jener, befürchtend durch neuesErörtern die Wirkung seines kräftigsten Beweisgrundes geschwächtzu sehen, nahm kurzen Abschied, ohne sich auf Weiteres einzulaffen-
DeanS sank auf seinen Sitz nieder, von einer Fluth streitenderEmpfindungen überwältigt. Seine Glaubensgenossen hatten stetsvielfache Zweifel gehegt, in wiefern fie die Regierung, welche derdamaligen Staatsumwälzung gefolgt war, überhaupt als einerechtmäßige ansehen, und sich ohne Sünde ihren Einrichtungenfügen dürften, weil sie den feierlichen Religionsbund derPresbp-terianer nicht anerkannt. In den mannigfachen Reibungen jenerZeit waren über diesen Gegenstand, wie über viele andere gar