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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Er theilte hierauf seinen Amtsgenoffen Verschiedenes mit,was sich auf die Angelegenheit wegen Porteous bezog; undsie schritten zu genauen Erörterungen und Untersuchungen indieser Sache, als der Gang ihres Geschäfts durch eine alteFrau aus den niedern Ständen unterbrochen wurde, die plötz-lich in das Sitzungszimmer drang.

Was wollt Ihr, gute Frau? Wer seid Ihr?" riefman ihr entgegen.

Was ich will?" erwiederte sie trotzig.Mein Kind willich, sonst will ich nichts von Euch, wenn Ihr auch noch so vornehmthut." Und voll Ingrimms murmelte sie in sich hinein:MitEuer Gnaden und mit gnädiger Lord soll man ihnen kommen, demLumpenpack! Und ist doch nichts Rechtes darunter. Will EuerGnaden," fuhr sie zu Mittelburg gewendet fort,mir mein armesunkluges Kind wiedergeben ? - Seiner Gnaden! Ich weiß die Zeit,wo er mit weniger zufrieden gewesen wäre, der Schiffersohn der-"

Gute Frau," erwiederte Mittelburg der verdrießlichenBittstellerin,sagt uns, was Ihr wollt, und unterbrecht dieVerhandlungen nicht."

Das heißt so viel als, scher' Dich zum Teufel! Ichsage Euch," indem sie ihre keifende Stimme erhob,meinKind will ich haben! Ist das nicht deutlich genug?"

Wer seid Ihr? Wer ist Euer Kind?"

Wer ich bin? Wer sollt' ich sein, als Grete Murdock-son, und wer sollte mein Kind sein, als Magdalene Murdock-son? Eure Häscher kennen uns gut genug, wenn sie unsdas Bischen Lumpen vom Leibe reißen und uns jeden arm-seligen Pfennig auö der Tasche nehmen, und uns in's Zucht-haus schleppen, und uns bei Wasser und Brod setzen."

Wer ist sie?" fragte Mittelburg, sich nach einigen anwe-senden Gsrichtsdienern umschend.

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