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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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fier habe sie von ihrem Zustand unterrichtet, ist ja der Sacheabgeholfen," bemerkte der Stadtschreiber.

«Ja wohl; und ich will deshalb in den nächsten Tagennach St. Leonards hinaus, sie selbst zu befragen- Ich kenneden Vaicr ein wenig, ein alter zäher Presbyterianer, der eherKind und Kindeskind zu Grunde gehn ließe, als sich in daSZu fügen, was er die Gebrechen der Zeit nennt; zu diesenzählt er vermuthlich auch die gerichtlichen Eide. Doch werden,denk' ich, in einem Fall wie der gegenwärtige, weder Vaternoch Schwester Bedenklichkeiten hegen- Wie gesagt, ich willselbst mit ihnen sprechen, wenn die Untersuchungen wegenPorteous mir nur erst wieder etivaS Ruhe gönnen. IhrStolz und Widerspruchsgeist wird dadurch nicht so gereizt,als wenn sie plötzlich und unvorbereitet vor einer Gerichts-versammlung erscheinen mußten."

Und Butler soll vermuthlich noch im Gefängniß bleiben?"fragte der Stadtschreiber.

Fürs Erste. Doch hoffe ich, ihn bald auf Bürgschaft freilassen zu können."

Geben Sie etwas auf das Zeugniß jenes unsinnigenSchreibens?"

Nicht viel- Und doch ist etwas Ergreifendes darin, esscheint von Einern zu kommen, den gewaltsame Leidenschaft oderdas Bewußtsein schwerer Schuld ganz außer sich bringen."

Wie von einem tollen herumziehendcn Schauspieler ist's,der mit seiner ganzen liederlichen Bande gehängt zu werdenverdient, wie Sie eben sehr richtig bemerkten."

Völlig so blutgierig war ich nicht," versetzte Mittelburg.Um aber wieder zur Sache zu kommen: Butler's Ruf ist vortreff-lich. Auch habe ich diesen Morgen mehrere Umstände erfahren, dieseinem früheren Mitwisser» um die Verschwörung widersprechen."