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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Kraft jeder Blederhand verleih'»,

Den Schurken durch die Welt zu peitschen!"

Ich bin von Sinnen! Dies Mädchen jedoch, diese JeanieDeans ist eine verstockte Puritanerin, abergläubisch und vollBedenklicbkeiten, wie alle ihres Gelichters; und ich beschwöreSie, mein Herr, ihr dringend vorzustellen, der Schwester Lebenhänge von ihrem Zeugniß ab. Und weigerte fle sich gleich es zugeben, glauben Sie die Angeklagte deshalb nicht schuldig, vielweniger wagen Sie, ihre Hinrichtung zu gestatten. ErinnernSie sich, daß Wilson's Tod furchtbar gerächt ward. Jene le-ben noch, die Sie zwingen können, die Hefen ihres Gistkelchszu leeren- Erinnern Sie sich, wiederhole ich, des Porteous, und sagen Sie, Ihnen ward guter Rath ertheilt voneinem seiner Mörder."

Mittelburg las diesen seltsamen Brief zwei- oder dreimal. Erhielt ihn zuerst für das Erzeugniß eines Wahnsinnigen; zuwelcher Meinung ihn besonders das dichterische Bruchstück ver-leitete Bei nochmaliger Wiederholung schien es ihm jedoch,als entdeckte er in dieser wilden Zuschrift eher den Ton ge-reizter Leidenschaft, deren Ausdruck freilich sonderbar genug sei.

Es ist in der That ein ^grausames Gesetz," sagte er zudem Stadtschreibcr,und ich wünschte, cS könnte etwas fürdas Mädchen geschehen. Das ncugeborne Kind kann ja hin-weggeschafft worden sein, während die Mutter ohne Bewußt-sein lag, oder es ist umgekommen aus Mangel der Nahrung,die die Arme, hülfloö, erschöpft, geängstigt und verzwei-felnd, ihm nicht gewähren konnte. Und doch ist die Hin-richtung unvermeidlich, wenn sie nicht dem Buchstaben desGesetzes entzogen werden kann. Das Verbrechen ist zu oftgeschehen, und ein warnendes Beispiel nothwcndig."

Wenn aber jenes andre Mädchen sagen kann, die Schwe-Kerker von Edinburg. II. z