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das andere Kind, welches Du mir geschenkt, ein Trost undein Stad zu sein meinem Alter, möge sie lange leben aufErden, wie Du cs denen verheißen, die Vater und Mutterehren. Segne sie, o Herr, und behüte ihren Ausgang undEingang, daß alle cs wissen, Du habest ihnen, die Dich suchenim Geist und in der Wahrheit, nicht gänzlich Dein Antlitz verbor-gen." Er schwieg hier; es schien, die Inbrunst seiner Empfin-dungen sei höher gestiegen, als Worte auszudrücken vermochten.
Jeanie zog sich in ihr Zimmer zurück, mit dem Trost, dasGebet des Gerechten sei „ein Helm des Heils gewesen ihremHaupt," in den Augenblicken der Gefahr; und in dem Ver-trauen, sie werde unter Gottes Schutz wandeln, so lange siedessen würdig sei. In dieser erhöhten Seclenstimmung durch-blitzte sie ein unbestimmter Gedanke, ihre Schwester, — frei wiesie sie jetzt von dem unnatürlichen, ihr zur Last gelegten Ver-brechen wußte, — müsse noch zu retten sein. Es war wie einPlötzlicher Sonnenblick aus dunkeln Wolken, und schwand ebenso schnell. Doch fühlte sie jetzt eine Ruhe, wie sie sie langenicht empfunden, und die Ueberzeugung drängte sich ihr auf,sie sei zum Werkzeug ansersehen, ihre Schwester zu retten. Nachihrem gewöhnlichen Nachtgebet, in welchem sie Gott inbrünstig fürihre Befreiung aus der heutigen Gefahr dankte, legte sie sich niederund schlief ruhig, ungeachtet aller dieser Gemüthöbewegungen.
Wir müssen jetzt zu Ratcliffe zurückkehren, der, wie einWindhund bei des Waidmanns Hallo davon gejagt war, so-bald Jeanie ihn nach der Einsiedelei gewiesen. Ob er Ro-bertson's Flucht begünstigen oder ihn ausliefern wollte? —Vielleicht wußte er es selbst nicht, und gedachte sich nach denUmständen zu richten- Er war aber kaum den jähen Abhanghinauf gestiegen, und unter die alterthümlichen zerfallenenWölbungen getreten, als ein Pistol sich ihm entgegenstreckte,