so an der Thür abweisen höre, und kann nicht zu dem hohenFenster da oben hinaufklimmen, nur den Zipfel ihres Kleideszu sehn, so bringt es mich beinahe um meine Sinne." Unddabei sah sie ihn so mit ernstlich bittender, und doch so de-müthiger Miene an, daß sie den festen Vorsatz, mit dem ergekommen, ganz und gar wankend machte.
„Ihr sollt Eure Schwester sehen," fing er an, „wenn Ihrmir sagt, — nein," fügte er sich selbst unterbrechend schnellerhinzu, „Ihr sollt sie sehen, Ihr mögt mir etwas sagen odernicht." Hiermit stand er auf und verließ das Zimmer.
„Ihr habt Recht, Ratcliffe," sagte er, als er wieder zudiesem kam; „mit dem Mädchen ist nichts anzufangen. EinerSache jedoch bin ich nun gewiß, daß nämlich Robertson derVater des Kindes ist, und so wird er es auch wohl sein, derheute Nacht mit Jeanie Deans bei den Muschat-Steinen zu-sammenkommt; und da wollen wir ihn packen, Rat, oder meinName ist nicht Gideon Scharfenklau."
Es schien Ratcliffe eben nicht sehr darum zu thun, Robert-son verhaftet zu wissen, und er machte allerlei Einwendun-gen und Querzüge, die Sache zu Hintertreiben; am wenigstenhatte er Lust selbst mit auf den Fang zu gehen. Allein Schar-fenklau, der ihn als Spürhund gebrauchen wollte, ließ ihnnicht durch: „Ihr müßt mit, guter Freund," sagte er; „Ihrkennt die Schliche "
„Nun wenn's nicht anders sein soll, Herr. — Aber be-denkt, er ist ein verzweifelter Kerl."
„Lhut nichts, dafür wollen wir schon sorgen."
„Und wie ich Euch in der Nacht zu den Muschat>Steinenbringen soll, weiß ich ganz und gar nicht. Am Tage kenneich den Ort gut genug, aber bei Mondschein unter den vie-