Einkerkerung ganz und gar nicht schaden kann. Und geschiehtihnen auch diesmal Unrecht damit, so kann man es ihnen jadas nächste Mal zu gut rechnen, wo sie es wirklich verdienen."
„Ich will mit dem Präsidenten sprechen wegen Ratcliffe,"sagte der Richter. „Kommen Sie mit, Herr Scharfenklau.— Vielleicht kann uns auch die Geschichte mit Butler undseinem wunderlichen Unbekannten zu einigem Licht verhelfen."
Diesen Verhandlungen zufolge erhielt Scharfenklau, einMann, der großes Vertrauen besaß, noch an demselben Tageden Auftrag, zu thun, was der guten Stadt in gegenwärti-ger Verlegenheit am ersprießlichsten sei; weshalb er sich nachdem Gefängniß begab, um vor allen Dingen mit Ratcliffe zusprechen, und ihn, wie er hoffte, auszuforschen.
Nach den verschiedenen Umständen ist auch die Weise ver-schieden, wie die Diener der Gerechtigkeit sich den Dieben ent-gcgenstellen. Das dem Anscheine nach sehr treffende Glcich-niß vom Habicht, der auf seine Beute heradstößt, ist nichtimmer anwendbar- Oit gleicht der Gerichtsbeamte einer Katze,welche zögert, auf die Maus loszuspringen, lauernd jedoch,daß die kleine Diebin ihr nicht entschlüpfe- Zuweilen wendeter auch die der Klapperschlange zugeschriebene List an, undbegnügt sich damit, sein ängstlich flatterndes Opfer anzustar-ren, gewiß, daß Furcht und Verzweiflung cs ihm endlich zu-führen. Die Zusammenkunft Ratcliffe'S mit Scharfenklauwar noch anderer Art. Sie saßen fünf Minuten lang schwei-gend an einem kleinen Tisch einander gegenüber und sahensich mit scharfen, listig spähenden Blicken an, worin eine Nei-gung zum Lachen bemerkbar, wie zwei Hunde, die mit ein-ander spielen, eine Zeitlang hingestreckt sich angaffen, erwar-tend, welcher von beiden zuerst seine Sprünge beginnen wird.
„Ich höre Ihr wollt Euer Geschäft aufgebcn, Herr Rat-