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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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eigennütziger Zeuge gegenwärtig gewesen. Der Gedanke andie Noth der Familie Deans, an jene gefährliche Zusammen-kunft Jeanic's, die er nun nicht verhüten konnte, erhöhte dasPeinliche seines Zustandes. Eine Stunde mochte er auf dieseWeise zngcbracht haben, als er anfgefordcrt wurde, vor derGerichtssitzung zu erscheinen. Und nicht ohne Schrecken erhielter diesen Ruf, so ungeduldig er auch war, sich befreit zusehen. Unter starker Bedeckung führte man ihn aus dem Ge-fängniß dorthin, wo die Sitzungen gehalten wurden. MehrereSenatoren der Stadt waren hier gegenwärtig. Vor ihnen,am untern Ende eines langen grünbeschlagenen Tisches, umden sie saßen, stand ein Mann, mit dessen Verhör sie beschäf-tigt waren.Ist dies der Geistliche?" fragte einer von denRathen, als Butler von der Wache hereingeführt wurde.Man bejahte cs.So laßt ihn nur einen Augenblick nieder-sitzen; wir werden sehr bald mit der Sache dieses Mannesfertig sein-"

Soll Herr Butler nicht indcß entfernt werden?" fragteder Beisitzer.

Es ist nicht nöthig er kann bleiben."

Butler setzte sich demnach auf eine Bank am andern Endedes Zimmers, während einer von der Wache neben ihm stand.

Es war ein großes Zimmer, welches nur wenig Licht hatte.Doch zufällig oder absichtlich war ein Fenster so angebracht,daß cs eine starke Beleuchtung auf die Stelle am untern Endedes Tisches warf, wo die zur Untersuchung gezogenen standen,während das obere Ende, wo die Richter saßen, ganz imSchatten lag. Butler's Blicke richteten sich sogleich auf denGefangenen, der jetzt verhört wurde, in der Meinung, erwerde vielleicht einen der gestrigen Verschworenen in ihm er-