schloß. Kaum war Butler in das bezeichnet Zimmer getre-ten, als jener, mit geübter Hand sogleich den rechten Schlüsselfassend, es von außen verschloß. Zuerst glaubte Butler, dieseMaßregel sei nichts als eine Folge der gewohnten ängstlichenBehutsamkeit des Mannes. Als er aber den rauhen Befehlhörte: „Wache heraus!" und augenblicklich die Waffen einerSchildwache vor der Thür klirrten, rief er dem Schließer voninnen zu: „Mein Freund, ich habe über Dinge von Wichtig-keit mit Efsie Deans zu reden, und bitte, mich so bald alsmöglich zu ihr zu lassen." — Er erhielt keine Antwort. —„Wenn es Eurem Gesetz zuwider ist, daß ich die Gefangenespreche," fuhr er noch lauter fort, „so bitte ich, es mir zusagen, und mich meinen Geschäften nachgehcn zu lassen. —kugit irreparabils tempus!" murmelte er in sich hinein.
„Wenn Sie Geschäfte haben, hätten Sie dieselben ab-machen sollen, ehe Sie hieher kamen," erwicdcrter der Schließervon außen. „Sie werden finden, daß es leichter ist, hierherein als wieder hinaus zu kommen- Es ist wenig Anscheinda, daß noch einmal eine solche Porteous-Rotte uns zu be-stürmen kommt- Das Gesetz wird nun sein Recht behaupten,Freund; und das werden Sie auf Ihre Kosten erfahren."
„Was meinen Sie damit, Herr?" cntgegnete Butler. „Siemüssen mich für einen Andern halten- Mein Name ist RübenButler, ich bin ein Geistlicher."
„Ich weiß es sehr wohl," war die Antwort des Schließers.
„Nun, wenn Sie mich kennen, so begehre ich auch vonIhnen zu wissen, welche Vollmacht Sie haben, mich zurück-zuhalten. Ich fordere es als ein Recht, welches jedem briti-schen Unterthan zustcht."
„Welche Vollmacht?" sagte der Alte. „Zwei Gerichtsdienersind mit dem Vcrhaftsbefehl nach Libberton geschickt, um Sie