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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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wenn auch seinen Grundsätzen nach entschlossen, war er esdoch nicht seiner Gewöhnung nach; denn das höchste Seelen-leiden hat eine Art von Erhabenheit an sich, welche alle Men-schen zurückstößt und erschreckt, aber besonders die von sanftemund theilnehmenden Gemüthe. Der Fremde wendete sich plötz-lich von Butler ab, während er sprach, kehrte aber sogleichzurück, näherte sich ihm kühn und sagte in heftigem und ent-schlossenen Tone:Ich habe Ihnen gesagt, wer und was ichbin wer und was sind Sie? Wie ist Ihr Name?"

Butler," versetzte die Person, an welche diese kurze Fragegerichtet war, zur Beantwortung derselben durch das heftigeBenehmen des Fragenden genöthigtRüben Butler, einVerkünder des Evangeliums."

Bei dieser Antwort zog der Fremde den Hut wieder tieferüber seine Augenbrauuen, den er bei der früheren Aufregungzurückgeworfen hatte.Butler!" wiederholte erder Ge-hülfe des Schulmeisters zu Libberton?"

Derselbe," antwortete Butler gefaßt.

Der Fremde bedeckte sein Gesicht mit der Hand, wie beieinem plötzlichen Nachdenken und wendete sich ab; als er abereinige Schritte weit gegangen war, und bemerkte, daß But-ler ihm mit den Augen folge, stand er still und rief ihm instrengem, aber so leisen Tone zu, als sollten die Lante keinenSchritt weiter dringen, als bis zu der Stelle, wo Butlerstand:Gehen Sie und richten Sie meine Botschaft aus.Sehen Sie mir nicht nach. Nicht in die Tiefe dieser Felsenwerde ich hinuntersinken, noch in einem Flammenstrahl ver-schwinden; und dennoch, wehe dem Auge, welches meine Schrittezu erspähen sucht. Gehen Sie und scheu Sie sich nicht um.Sagen Sie Jeanie Deans, ich erwarte sie, sobald der MondKerker von Edinburg. I. S