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„Sie irren sich in mir," sagte Butler ernst, „mein Kriegs-dienst und meine Vollmacht sind nicht von dieser Welt- Ichbin ein Verkündiger des Evangeliums, und muß im Namenmeines Herrn auf Erden Frieden gebieten, und Wohlwollengegen die Menschen, wie das heilige Wort uns lehrt."
„Ein Prediger!" sagte der Fremde ein wenig verächtlich.„Hier zu Lande maßen sich die Herren Ihres Standes einwunderliches Recht an, in anderer Leute Angelegenheiten mit-zusprechen; allein ich bin auswärts gewesen, und weiß dasDing besser "
„Wenn diese Einmischung in einer tadelnswerthen Absichtgeschieht, so haben Sie ein Recht, sie zu verachten. Ich aberbin mir einer reinen bewußt, und will lieber Ihren Hohn er-tragen, weil ich spreche, als den Vorwurf meines Gewissens,wenn ich schwiege."
„In des Teufels Name» denn!" rief der junge Mann un-geduldig. „Sagen Sic, was Sie zu sagen haben!"
„Sic sind im Begriff," sagte Butler, „eins der weisestenGesetze Ihres Vaterlandes zu übertreten; ja, was noch weitfurchtbarer ist, ein Gesetz, welches der Schöpfer selbst in unsereHerzen geschrieben."
„Und welches ist dies Gesetz?" fragte der Fremde in dum-pfem und unsicherm Tone.
„Du sollstnichttödten!" sagte Butler mit tiefer, feier-licher Stimme.
Der junge Mann erschrack sichtbar und wurde blaß. But-ler sah. daß seine Worte Eindruck bei ihm gemacht; er wolltediese günstige Stimmung benutzen. Wohlwollend legte er seineHand auf die Schulter des jungen Mannes und sprach mitWärme gegen den Zweikampf.