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schien etwa fünf nnd zwanzig Jahr alt. Ans seiner Kleidung,die weder gut noch schlecht war, konnte man nicht auf seinenStand schließen; doch nach seiner Miene und seinem Wesen,mußte inan ihn für minder gut gekleidet halten, als es seinemRange zukam. Sein Benehmen war keck, und sogar etwasgebieterisch; er schritt frei und leicht einher, bewegte sich kühnund ungezwungen. Er war wohl gebaut, nnd von etwasmehr als mittlerer Größe. Seine ungemein schönen Züge, sowie sein ganzes Wesen, hatten etwas sehr Anziehendes. Al-lein jener unbeschreibliche Ansdruck des Gesichts, der Wüstlingeneigen ist, und eine gewisse Frechheit im Ton und Betragen, dieoft zum Deckmantel der Furcht und Verlegenheit dient, stell-ten sich der Wirkung jenes angenehmen Eindrucks entgegen-Butler und der Unbekannte trafen jetzt zusammen, saheneinander an, und dieser wollte, leicht an seinen Hut fassend,vorübcrgehen- Butler redete ihn an, indem er seinen Grußerwiederte: „Ein schöner Morgen, mein Herr — Sie sindfrüh auf den Bergen."
„Ich habe ein Geschäft hier," sagte der junge Mann ineinem Tone, der jede fernere Frage unterdrücken sollte-„Ich bezweifle es nicht, mein Herr," sagte Butler, „undhoffe, verzeiht, daß Ihr Geschäft ein erlaubtes sein mag."
„Herr," sagte der Andere sehr befremdet, „Unverschämtheitverzeihe ich nie; auch begreife ich nicht, welches Recht Siehaben, sich um etwas zu bekümmern, was Sie nichts angeht."
„Ich bin ein Soldat," sagte Butler, „nnd muß die, welchenicht auf rechtem Wege sind, im Namen meines Herrn anhalten."
„Ein Soldat?" sagte der Fremde, indem er einen Schrittzurücktrat nnd die Hand heftig an das Schwert legte'—„ein Soldat, und mich anhalten? Haben Sie berechnet, wasIhr Leben werth sei, ehe Sie den Auftrag übernahmen?"