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einander die Hände drückten, nahm Jeanie diesen innigen Au-genblick wahr, ihrer Schwester die äußerste Vorsicht bei ihremAufenthalt in Edinbnrg zu empfehlen. Effie hörte sie still an,ohne ein einzigmal ihre langen dunklen Augenwimpern zuerheben, aus welchen die Tropfen dicht wie aus einem Spring-quell herabfielen. Als die Schwester geendet, schluchzte sie noch-mals laut auf, küßte die liebevolle Rathgeberin, und versprachAlles, was sie ihr gesagt, zu befolgen; und so trennten sie sich.
Während der ersten Wochen leistete Effie Alles was ihreVerwandte nur von ihr erwarten konnte, und noch mehr so-gar. Doch dieser Diensteifer erschlaffte bald, und Frau Sat-telbaum war besonders darüber mit ihr unzufrieden, daß siezu lange ansblieb, wenn sie in Geschäften des Ladens aus-geschickt wurde, so wie über ihr ungeduldiges Betragen, wennsie Verweise deshalb erhielt. Allein die gute Frau meinte,jenes könne man wohl einem jungen Mädchen Nachsehen, demin Ediuburg Alles neu und bemerkenswerth scheine, und die-ses sei nur der Trotz eines verzogenen Kindes, jetzt zum ersten-mal in die Fessel strenger Hausordnung gezwängt. Aufmerk-samkeit und Gehorsam müßten nach und nach gelernt werden,sie würde ihre Fehler mit der Zeit ablegen.
Die Hoffnung der verständigen Matrone schien gegründet.Nach Verlauf einiger Monate war Effie wie gekettet an ihreDienstgeschäfte, obgleich sie dieselben nicht mehr mit dem mun-tern Schritt und der lächelnden Miene verrichtete, wodurchsie sich anfangs bei den Käufern so beliebt gemacht. Ihre Ge-bieterin sah zuweilen Thränen in ihren Augen, aber Effiesuchte diese Zeichen geheimen Kummers eiligst zu verbergen,sobald sie sich bemerkt glaubte. Woche auf Woche verging,ihre Wange wurde bleich, ihr Schritt schwer. Die Ursachedieser Veränderungen wäre dem erfahrnen Auge der Fran