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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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Maggie Macqueen mit ihm getanzt; und sie könnte mir amEnde drohen, es meinem Vater zu sagen, und dann ganz undgar die Herrin über mich spielen. Aber hingehen will ichnicht wieder; hingehen will ich ganz gewiß nicht mehr. Ichwill ein Blatt in meine Bibel legen, und das ist so gut, alshätte ich einen Eid geleistet, daß ich nicht mehr hin will."Und sie hielt dies Gelübde eine ganze Woche lang, in welcherZeit sie sich überaus mürrisch und ärgerlich zeigte, eine Unart,die man sonst nicht an ihr bemerkt, oder doch nur in einemAugenblick des Widerspruchs.

Das Geheimnißvolle in allem diesen machte die verständige,wohlwollende Jeanic sehr unruhig. Und sie war es um somehr, da sie es ihrer Schwester nicht zu leide thun mochte,den vielleicht ungegründetcn Verdacht dem Vater mitzutheilen.Auch sah sie, ungeachtet ihrer Ehrfurcht vor dem guten Alten,gar wohl ein, daß er hitzig und unbeugsam sei, und seine Ab-neigung gegen jugendliche Vergnügungen vielleicht weiter treibe,als Vernunft und Frömmigkeit es geböten. Das plötzlicheBeschränken einer bisher ungezügelten Freiheit, fürchtete sie,könnte eher Böses als Gutes wirken, und Effie das, was inihres Vaters Grundsätzen übertrieben sei, als eine Entschuldigungansehn, sich ganz und gar darüber hinwegznsehen. Alles diesüberdachte Jeanie vielmals mit großer Herzensangst, als einUmstand eintrat, der geeignet schien ihrer Sorge abzuhelfen-

Frau Sattelbanm, mit welcher der Leser schon bekannt ge-worden, war eine entfernte Verwandte von David Deans;und da sie einen untadelhaften Ruf und ein gutes Vermögenbesaß, hatte immer eine Verbindung zwischen den Familienstattgefunden. Nun bedurfte diese fleißige Frau eines Laden-mädchens zum Beistand in ihren vielfachen Geschäften, und