mit einem finstern Ausdruck da Butler nahte, als ob die Stö-rung ihm ärgerlich sei; als dieser aber zögernd schwankte, ober vorwärts gehen oder sich entfernen sollte, stand Deans auf,und trat ihm mit Selbstbeherrschung und Würde entgegen.
„Junger Mann, nehmt es nicht zu Herzen, wenn die Ge-rechten hinweggenvmmen werden, denn sie entgehen den Nebelndieser Welt. Weh über mich, vergöße ich eine Thräne um dasWeib meines BusenS, wenn ich Ströme weinen sollte um dasLeid unsrer gebeugten Kirche."
„ES ist mir tröstlich," sagte Butler, „daß die Sorge fürdas allgemeine Wohl Euch Eure eigne Betrübniß vergessen läßt."
„Vergessen, Rüben?" sagte der arme DeanS, indem er sichdie Augen wischte, „vergessen wird sie nimmer, so lange ichnoch hienieden wandte; allein Er, der die Wunde schlägt, kannauch den Balsam senden- Und so gibt seine Gnade mir dieKraft, diesen schweren Verlust männlich zu tragen."
Ungeachtet dieser erzwungenen Festigkeit aber, fühlte Deansden Tod seiner Gefährtin so tief, daß Woodend ihm verhaßtwurde, und er einen andern Aufenthalt zu wählen beschloß.Zu diesem Ende pachtete er bei St. Leonard'S Felsen, zwi-schen Edinburg und dem Berge Arthurs-Sitz, ein einsamesHäuSchen mit weitläuftigen Wiesengründen, in der Absicht, dortdie Kuhfütterung zu seinem Hauptgeschäft zu machen. Hierhinbegab er sich mit seinen Kindern, und Jeanie's thätige Be-triebsamkeit fand in diesem neuen, weitern Felde einen ange-messenen Spielraum.
Sie hatte nun weniger Gelegenheit Butler zu sehen, der,nach mancher getäuschten Erwartung, endlich die untergeord-nete Stelle des Gehülfen in einer etwas entfernteren Dorf-schule hatte annchmcn müssen. Hier zeichnete er sich aus, undwurde mit verschiedenen angesehenen Bürgern bekannt, die