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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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her auf dem Kopfe und einer leeren Tabackspfeife im Munde,zu halben Stunden zu sitzen oder zu stehe», und der betrieb-samen Jeanie Deans oder,dem Mädel," wie er sie nannte,bei dem Fortgang ihrer häuslichen Verrichtungen mit den Au-gen zu folgen. Die mündliche Unterhaltung fiel indessen demVater zu, Viehstand, Eggen, Pflüge und dergleichen war dergewöhnliche Inhalt derselben, nach Erschöpfung solcher Ge-genstände David Deans denn auch oft Gelegenheit nahm, mitvollem Segel in die Fluth kirchlicher Streitsachen hinauszu-steuern. Solchen Erörterungen hörte dann der Edelmann schein-bar mit großer Geduld zu, allein ohne auch nur eine einzigeSylbe darauf zu erwicdern, vielleicht gar, nach mancher LeuteVermuthung, ohne auch nur eine einzige Sylbe von dem zuverstehen, was der Redner vorbrachte. Dies letztere ward zwarvon Deans steif und fest geleugnet, als eine Schmach sowohlfür seine eignen Fähigkeiten, die verborgene Wahrheit an'sLicht zu bringen, als auch für die Fassungskraft des Lords,der so Klares nicht begreifen sollte. Stummendeich, sagte er,sei keiner von den adeligen Lassen, die mit reichgestickten Klei-dern und nachschleppendcn Degen stvlzirten, und lieber zu Rossesitzend nach der Hölle kommen möchten, als mit bloßen Füßenin den Himmel gehn. Er sei nicht wie sein Vater, halte esnicht mit schlechter Gesellschaft, schwöre und trinke nicht, gehenicht in Schauspielhäuser oder zu Tanzgelagen, breche denSabbath nicht, zwinge nicht zu Eidleistungen oder Verpfän-dungen, und lasse den Leuten ihre Freiheit. Er hänge einbischen zu sehr an der Welt und an weltlichem Besitzthum,allein cs sei doch ein leiser Hauch des Geistes auf ihn gekom-men. So und ans ähnliche Weise sprach und dachte David vonseinem adeligen Gönner.

Als Vater und als Mann von Verstand und Scharfblick