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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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mehr als kindischen Gefühl sahen beide dieser Trennung ent-gegen. Allein sie waren jung, und ihre Hoffnungen lebendig,und so trennten sie sich wie solche, die ein Wiedersehn untergünstigern Umständen erwarten.

Während Rüben Butler in den Hörsälen zu St. Andrewsdie einem Geistlichen nöthigen Kenntnisse erwarb, seinen Leibdurch die Entbehrungen ertödtend, deren es bedurfte, indcß erSpeise für seinen Geist suchte, fand sich seine Großmutter täg-lich weniger im Stande, ihrer kleinen Pachtung vorzustchn,und sah sich endlich gezwungen, sie gänzlich aufzugeben. Dochzeigte der neue Lord von Stummendeich sich ziemlich mild beidieser Gelegenheit, und erlaubte ihr sogar, in dem Häuschen,wo sie so lange gelebt, wohnen zu bleiben. Nur machte er essich zur Bedingung, nie einen Heller für Ausbesserungen her-zugeben; denn was man von Gutmütigkeit wahrnahm, zeigtesich immer nur auf eine leidende, aber keineswegs auf einehandelnde Weise.

Durch beffre Einsichten, eine regere Thätigkeit und andreblvs zufällige Umstände, kam David Deans unterdessen einwenig vorwärts in der Welt, erlangte einige Wohlhabenheit,den Ruf einer noch größern, und eine wachsende Neigung, waser besaß zu erhalten und zu vermehren; eine Neigung, umwelche er sich bei ernstem Nachdenken selbst tadelte- SeineKenntniß der Landwirthschaft machte ihn einigermaßen zumLiebling des Lords, der kein Vergnügen an thätigen oder ge-selligen Zeitvertreiben fand, und dieser pflegte seinen täglichenSpaziergang jedesmal mit einem Besuch in dem Häuschen zuWoodend zu beschließen-

Da er selbst ein Mensch von schwerfälligen Gedanken undverworren in seinen Aeußerungen war, so hatte er sich es an-qcwöhnt, hier mit einem alten Tressenhut von seinem Vater

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