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eine so gemessene Person nur an den Tag legen konnte. „Wardieses Mädchen nicht die Tochter des David Deans?" sagteer, „und hatte sic nicht eine Schwester?"
„Gewiß — die arme Johanna Deans, zehn Jahr älterals sic. Noch vor Kurzem war sie hier, um mit mir wegenihrer Schwester zu reden. Und was konnte ich sagen, alsdaß sie wieder kommen solle, um mit Herrn Sattelbaum zureden, wenn er zu Hause sei? Nicht daß ich glaubte, Sattel-baum habe ihr oder irgend sonst Jemand Gutes oder Bösesthun können, sondern ich wollte das arme Ding nur noch eineZeitlang Hinhalten, denn der Kummer kommt immer frühgenug."
„Da irrst Du, Frau," sagte Sattelbanm verächtlich, „dennich hätte ihr genügende Auskunft geben können; ich hätte ihrbeweisen können, daß ihre Schwester dem sechszehnhnndertund neunzigsten Statut — „Verhinderung des Kindermordes"— verfallen sei, weil sie ihre Schwangerschaft verheimlicht undkeine Anzeige von dem Kinde gemacht, welches sie geboren."
»Ich hoffe," sagte Butler — „ich vertraue auf den gnä-digen Gott, daß sie sich von der Schuld wird reinigen können."
„Auch ich, Herr Butler, auch ich," versetzte Frau Sattel-baum. „Wie für meine eigene Tochter hätte ich für sie ein-gestanden; aber du lieber Gott, ich bin den ganzen Sommerkrank gewesen und in zwölf langen Wochen kaum aus mei-ner Stube gekommen. Und was Sattelbaum betrifft, derkann in einer Entbindungsanstalt sein, und weiß nicht, wozualle die Weiber dorthin kommen. Auf diese Weise sah ichEffie wenig oder gar nicht, sonst würde ich schon die Wahr-heit von ihr hcrausgebracht haben. Aber wir denken alle,ihre Schwester wird etwas zu ihrer Rechtfertigung aussagenkönnen."