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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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ich hätte jedes Wort von dem Prediger hören können undzwei Pence mußte ich für meinen Stand zahlen, und Alles fürnichts und wieder nichts!"

Es will mich bedünken," sagte Herr Süßpflaum,der Gna-denbrief hätte schwerlich gegen das altschottische Gesetz Stand ge-halten, als das Königreich noch ein Königreich war."

Ich kenne just nicht viel von den Gesetzen," entgcgnete FrauHeimlich,doch so viel weiß ich, als wir einen König und einenKanzler und Parlamentshcrren für uns allein hatten, konntenwir mit Steinen nach ihnen werfen, wenn sie nicht artig wa-ren. Aber welches Menschenkind kann mit seinen Nägelnnach London hinreichen."

Die Pest über London und alle, die je von dorther kom-men!" sagte Jungfer Grete Ziegenschrei, eine veraltete Nähte-rin;sie haben uns unser Parlament genommen, und unser»Handel unterdrückt. Unser Adelvolk glaubt ja kaum mehr, daßeine schottische Nadel Handkrausen an ein Hemd setzen, odereinen Halskragcn ausnähen kann "

Sie haben Recht, Jungfer Ziegenschrei, Sie haben Recht,und ich kenne Leute, die die Rosinen Scheffelweise von Londonbekommen," entgegnetc Herr Süßxflaum;und muß da nochso ein Rudel müßiger englischer Zollaufsehcr herübcrkommen,uns zu hudeln und zu scheeren, daß ein ehrlicher Mann wahr-haftig kein Ankerfäßchen Branntwein von Leith bis zum Lin-nenmarkt schaffen kann, wo er nicht gleich dabei denken muß,sie werden ihn um das Bischen liebe Gut bringen, wofür ersein eigen baares Geld bezahlt hat. Nun, ich will just nichtdem Andres Wilson das Wort reden, daß er sich an fremdemGelde vergriffen, wenn er aber nicht mehr nahm, als ihm vonRechtswegen gebührte, so ist das ja meiner Treu noch ein him-melweiter Unterschied von dem, was dieser Kerl verbrochen hat "