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dere Meinungen laut, und mehrere Zweifelsgründe beigebracht.Porteous war wegen seiner thätigen Dienste bei der Obrigkeitbeliebt; viele hatte» sich bemüht, sein Verfahren als zu weitgetriebenen Amtseifer darzustellen und zu entschuldigen; es ließsich vermuthen, daß man einen für ihn günstigen Bericht überdie Sache an die Negierung nach London gesandt; und diesemochte wohl auch Gründe haben, einer solchen Darstellungein geneigtes Ohr zu leihen.
Der Pöbel von Edinburg ist, wenn er gereizt worden, zu al-len Zeiten einer der wildesten in Europa gewesen, und er hattesich in den letzten Jahren vor jener Begebenheit mehrmals er-folgreich gegen die Regierung aufgelehnt. Die Menge war essich daher bewußt, daß die Herrscher jener Zeit keine günstigeStimmung für sic hegte», und was ihnen als ein freches, uner-hörtes Gemetzel erschien, konnte vielleicht von jenen als noth-wendige Strenge und Selbstvertheidigung bei der Ausübung der-selben angesehen werden. Ueberdies sagte man sich, daß PorteouSviele Freunde unter den Vornehmen habe, denn wenn er gleich diegeringsten Vergehungen der Aermercn mit unerbittlicher Strengerüge, so dulde er nicht allein die Zügellosigkeit der jungen Edel-leute, sondern leiste ihnen sogar Vorschub dabei. Ein genügen-der Grund, ihn dem Volke noch verhaßter zu machen.
Alles dies zusammen genommen ließ die Möglichkeit einer Be-gnadigung fürchten; es verstrich ein Augenblick nach dem an-dern, und die bisherige erwartungsvolle Stille ging in eindumpfes, wogendes Gemurmel über, ähnlich dem dumpfen Brau-sen der See, che der Sturm zu heulen beginnt. Als ob ihre Bewe-gungen mit dem unruhigen Zustande ihrer Gemüther überein-stimmten, schwankte die gedrängte Menge hin und her, ohne einensichtbaren Anstoß, gleich den Wellen eines Meerstrudels. Endlichwurde die Nachricht verkündet, vor deren Mitteilung den obrig-