36
Augen eher matt, als scharf und finster. Bei gegenwärtiger Ge-legenheit aber schien es denen, die ihn sahen, als werde er voneinem bösen Dämon getrieben- Sein Schritt war unregelmäßig,seine Stimme hohl und gebrochen, sein Gesicht blaß, seine Au-gen starr und entflammt, seine Rede abgebrochen und verwirrt,und sein ganzes Aeußere so unordentlich, daß Einige die Mei-nung aussprachen, er werde durch eine unwiderstehliche Noth-wendigkcit seinem unheilvollen Schicksal entgegengetricben.
Ein Thcil seines Benehmens war in der That diabolisch,wenn es nicht vermöge des allgemeinen Vorurtheils, welchesman gegen sein Andenken hegt, ist übertrieben worden. Alsihm der unglückliche Wilson von dem Gefangcnwärter überliefertwurde, damit er zum Richtplatz geführt werde, befahl Porteous,nicht zufrieden mit den gewöhnlichen Vorsichtsmaßregeln, umseine Flucht zu verhindern, daß man ihm Handschellen anlege.Dies konnte in Betracht des Charakters und der Körperkraftdes Delinquenten gerechtfertigt werden, so wie auch wegen derallgemein gehegten Besorguiß, daß das Volk versuchen werdeihn zu befreien. Doch als die Handschellen, welche herbeigcbrachtwurden, für die Handgelenke eines so stark gebauten Mannes,wie Wilson, zu klein waren, drückte Porteous sie mit eignenHänden und mit großer Kraftanstrengung so fest zusammen,daß sie konnten zugemacht werden, was dem unglücklichen De-linquenten große Qual verursachte. Wilson machte Vorstellun-gen gegen diese barbarische Behandlung und erklärte, daß derSchmerz seine Gedanken von dem Gegenstände des Nachden-kens ablenke, der für einen Mann in seiner unglücklichen Lagegeeignet sei.
„Das thut nichts," versetzte Capitain Porteous; „EureQual wird bald zu Ende sein "
„Sie sind sehr grausam," antwortete der Leidende. „Sie