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10 (1851) Der Kerker von Edinburg
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son's Hinrichtung die Ruhe zu erhalten. Er erhielt Befehl denGalgen und das Schaffet mit etwa achtzig Mann zu bewachen,welches die ganze Mannschaft war, die man zu diesem Diensteentbehren konnte.

Aber die Obrigkeit traf noch weitere Vorsichtsmaßregeln,welche den Stolz des Capitains Porteous tief verletzten- Sienahm den Beistand eines Theils des regulären Infanterieregi-ments in Anspruch, nicht um der Hinrichtung beizuwohnen, son-der» um in der Hauptstraße der Stadt ausgestellt zu bleiben,während dieselbe vor sich ging, um der Menge, im Fall sie ge-neigt sein sollte, unruhig zu werden, durch eine Macht Furchtcinzuflößen, der sie sich nur in der Verzweiflung widersetzenkönne. Wenn wir den gesunkenen Zustand dieses alten Corpsbetrachten, so mag es lächerlich erscheinen, daß der Officier des-selben so eifersüchtig auf die Ehre desselben gewesen- Doch so wares. Capitain Porteous sah es als eine Beleidigung an, daß diewalisischen Infanteristen in die Stadt eingeführt und in einerStraße ausgestellt werden sollten, wo keine andere Trommelals seine eigene, ohne besonder» Befehl oder Erlaubniß derObrigkeit. Da er seinen Patronen, den Magistratspersoncn, sei-nen Aerger nicht zu erkennen geben durfte, so wurde sein Un-wille und der Wunsch nur noch erhöht, sich an dem unglücklichenDelinquenten Wilson und Allen, die ihn begünstigten, zu rächen-Diese innern Bewegungen der Eifersucht und Wuth brachteneine solche Veränderung in den Mienen und dem Benehmen desMannes hervor, die Allen deutlich war, die ihn an jenem un-heilvollen Morgen sahen, der zu Wilson's Hinrichtung bestimmtwar. Porteous' gewöhnliches Ansehen war nicht unangenehm-Er war von mittler Größe, rüstig und wohl gebaut, hatte einmilitärisches Aeußeres und ein nicht unedles Gesicht. Seine Hautwar braun, sein Gesicht etwas von Blatternarben entstellt, seine

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