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Ansicht des Gouvernements. Als man erfuhr, daß das Todesur-theil würde ausgeführt werden, wurden den Delinquenten voneinem Freunde von außen Feilen und andere Werkzeuge, um ihreFlucht zu bewerkstelligen, heimlich in den Kerker gebracht. Aufdiese Weife feilten sie eine Stange vor dem Kcrkerfenster durch,und hätten entfliehen können, wenn nicht Wilsvn's Eigensinnes verhindert hätte, der eben so fest auf seinen Kopf bestand,wie er verwegen in seinen Entschlüssen war. Sein KameradRobertson, ein junger und schlanker Mann, machte den Vor-schlag zuerst durch die gemachte Oeffnung zu schlüpfen und sie,wenn es nöthig sei, von außen zu erweitern, damit Wilsonhindurch kommen könne. Wilson aber bestand darauf, zuerstdiesen Versuch zu machen, und da er ein starker uud wohlge-nährter Mann war, fand er es nicht nur unmöglich durch dieStangen zu kommen, sondern er klemmte sich auch vermögeseiner Anstrengungen so fest ein, daß er nicht im Stande war,wieder heraus zu kommen. Unter diesen Umständen war dieEntdeckung unvermeidlich, und der Gcfangenwärter traf ge-hörige Vorkehrungen, ihn an der Wiederholung dieses Ver-suchs zu verhindern. Robertson sagte kein Wort zu seinem Ge-fährten wegen der Folgen seines Eigensinns; doch aus Wil-son's späterer Handlungsweise wurde es klar, daß sein Gemüthlebhaft mit der Erinnerung beschäftigt war, daß sein Kameradsich ohne seine Veranlassung nicht auf das verbrecherische Un-ternehmen würde eingelassen haben, welches einen so unheil-vollen Ausgang gehabt hatte; und daß er ihm jetzt zum zwei-ten Mal den Untergang bereitet habe, da Robertson ohne sei-nen Eigensinn hätte entfliehen können. Gemüther wie dasdieses Wilson behalten zuweilen, selbst wenn sie mit bösen Hand-lungen beschäftigt sind, die Macht, mit enthusiastischem Edel-muth zu denken und Entschlüsse zu fassen. Alle seine Gedanken